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Wissenswertes zum Elterngeld

Wissenswertes zum Eterngeld
Bild: fotolia - Junial Enterprises
Das ist die ewig strittige und wichtigste Frage: Wieviel Elterngeld bekomme ich und kommt damit meine Familie gut über die Runden? 67% vom Nettoeinkommen klingt gut - aber hier rechnet das Ministerium anders als die meisten Arbeitnehmer. Zu beachten ist aber auch die Bezugsdauer und Sonderregelungen zu Geringverdienern oder Vätern ohne Job.

Für Arbeitnehmer

Das Elterngeld wird wie folgt ermittelt:
Vom Bruttoeinkommen aus nichtselbständiger Arbeit werden alle Einmalzahlungen und Boni wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld abgezogen. Daraus ergibt sich das bereinigte Bruttoeinkommen. Für Elterngeldanträge in Bezug auf Kinder, die ab 1.1.2013 geboren werden, werden die Abzüge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung pauschal geregelt. Einheitlich werden 21 Prozent abgezogen für Sozialversicherungsbeiträge. Es gelten also nicht mehr die real bezahlten Beiträge - da liegt der Satz bei derzeit 20,5 Prozent. Das ist das bereinigte Nettoeinkommen. Davon werden noch einmal 76,67 € Werbungskosten-Pauschale pro Monat (920 € im Jahr) abgezogen. Und das ergibt das Einkommen nach Elternzeitgesetz, aufgrund dessen das Elterngeld berechnet wird.
Viel weniger als Sie gedacht hatten? Das geht den meisten so!

Ab 1.200 Euro bereinigtem Nettoeinkommen sinkt die so genannte Ersatzquote von 67 auf bis zu 65 Prozent. Für je 2 Euro , die die 1.200 Euro überschreiten, sinkt der Prozentsatz um 0,1 Prozent. Pauschal besteuerte Arbeitgeberleistungen- zum Beispiel Dienstwagen - werden bei der Berechnung des Einkommens nicht berücksichtigt.

Wer der Reichensteuer unterliegt, bekommt kein Elterngeld. Als so genannte Reichensteuer wird die Anhebung des Höchststeuersatzes von 42 Prozent auf 45 Prozent für zu versteuernde Einkommen über 250 000 Euro für Alleinstehende und 500 000 Euro für Verheiratete bezeichnet.

Grundlage ist allerdings nicht das letzte Monatseinkommen, sondern der Durchschnitt der letzten 12 Kalendermonate. Wer in dieser Zeit, z.B. weil er ein weiters Kind betreut hat, nur Teilzeit oder gar nicht gearbeitet hat, enthält entsprechend weniger Geld. Ungerecht? Finde ich auch. Denn wer sein Kind nicht fremd betreuen lassen kann und dementsprechend nicht kräftig ranklotzen kann, der hat Nachteile. (Wobei dahingestellt sei, ob man ein solches Lebensmodell gut findet.)

Grundsätzlich ist das Elterngeld steuerfrei. Allerdings wird es zur Ermittlung der Steuern herangezogen. Daher kann es passieren, dass man im Folgejahr Steuern nachzahlen muss.

Für Selbständige

Der Gewinn bzw. die Einkünfte von Selbstständigen, Land- oder Forstwirtschaft Betreibenden oder Besitzern eines Gewerbebetriebs werden ab 2013 über den Steuerbescheid des letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraums ermittelt. Für Einkünfte während der Elternzeit soll eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung vorgelegt werden. Hier können die Betriebskosten mit pauschal 25 Prozent auf die Einnahmen angesetzt werden. Die Summe ergibt das Einkommen nach Elternzeitgesetz, aufgrund dessen das Elterngeld berechnet wird.

Problem: Wenn ein Zahlungseingang noch rechtzeitig vor der Geburt verbucht werden kann, erhöht sich das Einkommen und damit die Höhe des Elterngeldes. Kommt die Zahlung erst später, gibt es entsprechend weniger. Und nicht nur das: Erfolgt die Zahlung während des Elterngeldbezuges gilt sie als Einkommen und kann auf das Elterngeld angerechnet werden!

Anrechnungen

Mutterschaftsgeld wird vollkommen auf das Elterngeld angerechnet. Bei allen anderen anzurechnenden Leistungen, wie Einkommensersatzleistungen oder Leistungen aus dem Ausland, bleiben immer 300 € Elterngeld anrechnungsfrei.

Ab 2011 wird das Elterngeld voll auf das ALG II (Hartz IV) angerechnet.

Freibeträge

Freibeträge werden bei der Berechnung des Elterngeldes ab 2013 nicht mehr berücksichtigt. Wer also beispielweise einen Freibetrag für ein behindertes Kind auf seiner Lohnsteuerkarte eingetragen hat, bekommt zwar mehr Nettolohn - beim Elterngeld kommt das aber nicht mehr zum Tragen.
Bezugszeit und Auszahlung

Elterngeld wird normalerweise für 12 Monate gezahlt. Nimmt der Partner, der allerdings der leibliche Vater des Kindes sein und mit ihm in einer Wohnung leben muss, mindestens zwei Monate, so wird der Bezug auf 14 Monate verlängert.

Elterngeld wird im Lauf des Lebensmonats, nicht des Kalendermonats, gezahlt. Wurde das Kind am 28. geboren, so soll die erste Rate spätestens am 28. des Folgemonats, dem letzten Tag des ersten Lebensmonats des Kindes, auf dem Konto eingehen.

Wer nicht nur ein Jahr Elterngeld beziehen möchte, kann die Beiträge halbieren lassen. Dadurch verlängert sich die Bezugsdauer höchstens bis zum 28. Lebensmonat des Kindes. Dazu ist natürlich ein Antrag nötig. Insbesondere für StudentInnen kann das eine interessante Option darstellen.

Da üblicherweise die Frau Mutterschaftsgeld erhält werden in der Regel nicht 14 Monate (inklusive Partnermonate), sondern nur 12 (inklusive Partnermonate) ausgezahlt. Diese Regelung kann nicht dadurch umgangen werden, dass der Vater die ersten beiden Monate in Anspruch nimmt. Beantragt die Frau Elterngeld, werden sofort zwei Monate Mutterschaftszeit und -geld abgezogen.

Unterbrechen des Bezugs

Die Bezugszeit kann nicht unterbrochen werden. Erst sechs Monate Elterngeld, dann sechs Monate arbeiten und wieder sechs Monate Elterngeld - das geht nicht.

Problem: Wer nach Ende der Mutterschaftsfrist ein paar Wochen arbeitet, um noch alte Projekte abzuschließen, kann heftig in die Bredouille kommen. Denn jedes Einkommen während der Elternzeit wird auf den Monat angerechnet, in dem es erzielt wurde. Die Elterzeit wird eben nicht unterbrochen und am Ende angehängt. Eine Benachteiligung insbesondere von Selbständigen, bei denen solche Fälle sicher häufig vorkommen.

Auch, wer erst noch Resturlaub nimmt und dann Elternzeit, muss sich auf eine böse Überraschung gefasst machen. Das Elterngeld wird dann in der Regel gekürzt, weil ja Urlaub gleich Erwerbsarbeitszeit ist. Wer den Urlaub nach der Elternzeit nimmt, hat dieses Problem nicht.
Regelungen für Wenigverdiener

Wer wenig verdient, kann ein erhöhtes Elterngeld erhalten. Als Geringverdiener gilt, wer im Jahr vor der Geburt weniger als 1000 € netto im Monat verdient hat. Der Prozentsatz von 67 % erhöht sich um 0,1 Prozentpunkte für je zwei Euro, um die das zu berücksichtigende Einkommen unter 1000 € lag. Höchstens können 100 Prozent aufgeschlagen werden. Das ist der Fall, wenn das Einkommen vor der Geburt bei 340 € lag. Wer 950 € verdiente, bekommt hingegen nur 2,5 % Aufschlag.

Wer kein Einkommen erzielt hat, erhält mindestens 300 € Elterngeld.

Geschwisterbonus

Familien mit mehr als einem Kind können einen Geschwisterbonus beantragen. Das Besondere: Bei der Einkommensermittlung vor der Geburt werden die vorherigen Zeiten mit Mutterschafts- oder Elterngeld nicht mitberücksichtigt. Das danach zustehende Elterngeld wird um 10 %, mindestens 75 €, erhöht. Auch der Mindestbetrag erhöht sich auf 375 €.

Leben zwei Kinder im Haushalt wird der Geschwisterbonus gewährt, bis das ältere Kind drei Jahre alt ist. Bei mehreren Kindern müssen zwei noch nicht sechs Jahre alt sein. Ist ein Geschwisterkind behindert, gilt der Anspruch, bis dieses 14 Jahre alt ist.

Adoptiveltern

Auch Eltern von Adoptivkindern können Elterngeld beziehen. Die 14-Monats-Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, an dem das Kind in den Haushalt aufgenommen wurde. Ist das Kind bereits acht Jahre alt, erlischt der Anspruch. In Bezug auf den Geschwisterbonus gilt hier als Alter der Kinder der Zeitraum seit der Aufnahme in den eigenen Haushalt (s.o.). Mit dem Ende des Monats, in dem das älteste Geschwisterkind das o.a. Alter erreicht, entfällt der Bonus.

Ralf Ruhl

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Kommentare von Lesern:

 
Karabas, Frankfurt:
19.06.2017 00:22
Wir haben vor acht Monaten unser Kind bekommen und meine Frau nimmt das Elterngeld plus in Anspruch.
Ich möchte noch vor dem 1. Geburtstag zwei Monate Elterngeld beantragen.

Meine Frage dazu:
Bekomme ich gesondert mein Elterngeld von 67% oder werden die zwei bezahlten Monate von der bezahlten Zeit meine Frau abgezogen?
Ich würde ja theoretisch zwei Monate bekommen, würde man ihr dann vier Monate Elerngeld plus abziehen?
  unmöglicher Beitrag? Bitte melden!
Ben Tegert:
15.05.2017 12:45
Ich bin Selbstständig und möchte in voolem Umfang für meinen Sohn da sein. Ich bekomme auch den Höchstsatz von 1800¤.

Meine Fragen lauten:
In welchem Maße darf ich trotzdem noch für mein Unternehmen tätig sein?

Darf ich ans Telefon gehen wenn Kunden anrufen?

Ist für das Amt nur wichtig ob ich Gewinn in der Zeit erwirtschafte oder Könnte ich gegebenenfalls "Arbeiten" und die Rechung erst nach der Elternzeit stellen? Größere Projekte brauchen nun mal längere Zeit.

Ich muss ja auch an den Zeitraum nach meiner Elternzeit denken. Da muss es doch möglich Sein zumindest neue Aufträge zu besprechen und mit Kunden in Kontakt zu treten. Vielen Dank im Voraus
couper RS:
18.09.2014 11:32
Wichtig: Erst kürzlich hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen entschieden, dass nachträglich gezahlte Honorare für Arbeiten vor der Geburt das Elterngeld nicht mindern dürfen (Az. L 13 EG 16/10). Sprich: Zahlen die Kunden erst, wenn das Kind bereits da ist, dürfen die Beamten diesen Zufluss nicht als Verdienst im Elterngeldbezug werten. Die zuständige Elterngeldstelle hat allerdings Revision gegen das Urteil eingelegt. Das BSG muss jetzt entscheiden (Az. B 10 EG 10/11). Eltern, die in ähnlich gelagerten Fällen eine abschlägigen Bescheid erhalten, sollten daher in jedem Fall Einspruch einlegen und auf die Aktenzeichen verweisen.
Fischer,Aachen:
19.08.2014 08:54
Ich möchte im Dez und Januar Elternzeit nehmen. Gleichzeitig möchte ich zum Jahreswechsel den Arbeitgeber wechseln! Gibt es da irgendwo für mich ein Problem?

Vielen Dank
orhan :
19.07.2014 23:42
Hallo,


was ist wenn mein Mann die ersten 12 Monate in die ELTERNZEIT GEHT UND GLEICHZEITIG ALS hAUSHALTSHILFE EINGETRAGEN IST; SAGT DIE krankenkasse ihr mann ist eh in der Elternzeit und wir zahlen für Ihn keinen Haushaltshilfe mehr?
T. G Niedersachsen :
05.06.2014 11:13
Hallo,
Mein Sohn wird im November ein jahr und ich bekomme nur noch bis dahin eltergeld. Wenn wir das zweite Kind gleich ranhängen würden, bekäme ich dann wieder die 67%meines letztes Gehalt? Oder muss ich wieder volkzeit arbeiten gehenvvor Kind 2 zn wieder 67% zu erhalten?
Kate, Münster:
08.10.2013 21:29
Hallo, bin wahrscheinlich doof, aber verstehe noch nicht ganz: beim Bruttoeinkommen von 4160,00 Euro, wieviel bleibt mir in der Elternzeit? Vielen Dank!
marcel, stuttgart:
14.09.2013 10:46
Hallo mein Sohn wurde am 29.6.13 geboren nun möchte ich die zwei Monate Vaterschaftsurlaub nehmen. Nun habe ich aber ein kleines Problem ich war vor der Geburt selbständig und bin seit vier Monaten wieder als Angestellter tätig bei antritt des Vaterschaftsurlaub werden es sechs bzw sieben Monate sein wo ich normal arbeite werde ich da überhaupt Elterngeld bekommen und wie wird dies gerechnet ?

Gruß Marcel
abdel:
19.05.2013 23:59

wie veil einkomen eltren geld 24 mnat
Koch, Siegen:
09.04.2013 23:02
Hallo,
meine Tochter wurde am 01.09.12 geboren. Ich nehme 2 Monate Elternzeit. Mein Arbeitgeber bezieht sich nun auf § 17 Abs. 1 BEEG und kürzt mir 5 Tage Urlaub, da ich zwei volle Kalendermonate (Januar und Juni 2013) Elternzeit in Anspruch nehme. Ebenso werden alle Prämien- und Sonderzahlungen anteilig gekürzt.

Bei meinen beiden Kollegen kamen die Kinder am 02.12.12 und 26.01.13 zur Welt. Beide nehmen ebenfalls 2 Monate Elternzeit in Anspruch. Beide bekommen vollen Urlaubsanspruch und alle finanziellen Leistungen vom Arbeitgeber.
Im Vergleich zu meinen Kollegen werde ich nun zeitlich und finanziell benachteiligt, nur weil meine Tochter am 01.09. geboren wurde.

Besteht die Möglichkeit den § 17 Abs. 1 BEEG anzufechten? Sonst werden alle Väter benachteiligt, deren Kindern am 01. eines Monats geboren wurden.

Oder heißt es hier einfach auf gut deutsch "Pech gehabt"?
Sonja, Hamburg:
21.12.2012 09:47
Hallo,
vielen Dank für den Artikel. Bedeutet dies, dass ein Wechsel für die Frau in die Steuerklasse 3 dann irrelant ist? In allen anderen Artikeln zum Elterngeld 2013 wird erwähnt, dass ein rechtzeitiger Wechsel (mind. 7 Monate) immer noch sinnvoll ist. Wie ist es denn wirklich?

Vielen Dank für die Antworten!
Tanja, Berlin:
10.08.2012 12:35
Ich bin selbst selbständig und dankbar, dass endlich auch die Selbständigen irgendwie online finden können. Obig findet sich ja schon eine Menge!

Unter http://elterngeld-fuer-selbstaendige.kleine-freuden.de/fragen-und-antworten/ finden sich weitere Antworten, die ganz speziell für Selbständige gelten.
Meier,Köln:
29.03.2012 13:50
Hallo,ich habe mal eine Frage und zwar ab wann bekommt man Elterngeld, wenn das Baby am 25.01.2012 geboren wurde, dazu ist noch zusagen,dass ich zur Zeit in eine Abendschule gehe und erwerbslos bin und meine Partnerin ist auch erwerbslos.Uns wurde geschrieben vom Jobcenter, dass wir erst im Mai Elterngeld bekommen,ist das so richtig????
Souliman:
02.02.2012 19:50
Hallo meier aus münchen hoffe dieser gesetz hilft dir weiter Der Wegfall von Erwerbseinkommen wegen Erkrankung kann generell nicht anders behandelt werden als der Wegfall oder das Fehlen von Erwerbseinkommen aus anderen Gründen wie zum Beispiel der Arbeitsmarktlage oder anderen konkreten Lebensumständen der betreffenden Person. Etwas anderes muss jedoch in Fällen einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung gelten. Das besondere gesundheitliche Risiko Schwangerer soll ihnen bei der Berechnung des ihnen zustehenden Elterngeldes nicht zum Nachteil gereichen. Die in Satz 3 für diese Fälle vorgesehene Regelung lehnt sich an die vom Gesetzgeber für kranke Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geltende Rechtslage an. Diese erhalten zunächst eine Fortzahlung ihres vor der Erkrankung zuletzt erzielten Arbeitsentgelts und danach ein Krankengeld, das im Wesentlichen dem zuletzt erzielten Arbeitsentgelt entspricht. Auch Beamte erhalten während einer Erkrankung die vor der Erkrankung zuletzt zustehenden Bezüge weiter. Es erscheint daher angemessen, beim Ausfall von Erwerbseinkommen wegen einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung der Berechnung des Elterngeldes für den Zeitraum der Erkrankung dasselbe Einkommen zu unterstellen wie unmittelbar vor der schwangerschaftsbedingten Erkrankung. Mit dieser Regelung werden Schwangere, die während der Schwangerschaft erkranken und keine Fortzahlung ihres Arbeitsentgelts oder ihrer Dienstbezüge erhalten, so weit wie möglich mit den Schwangeren gleichgestellt, die nicht erkranken oder während einer Erkrankung ihr Arbeitsentgelt oder ihre Dienstbezüge weiter erhalten. Krankheitszeiten, in denen Arbeitsentgelt oder Dienstbezüge weiter gezahlt werden, sind keine Zeiten, in denen Erwerbseinkommen ausfällt. Zeiten, in denen Krankengeld aus einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung bezogen wird, gelten als Zeiten, in denen kein Einkommen aus Erwerbstätigkeit bezogen wird. Durch die Anknüpfung an ganz oder teilweise ausfallendes Erwerbsein
Souliman:
02.02.2012 19:45
Hallo habe ein problem ich bin vor der geburt meiner kleinen zuhause geblieben für 5 monate weil meine frau eine risiko schwangerschaft hatte und ich auf meinen 1 jahr alten sohn aufpassen musste die meinten heute das diese reglung nur für die mutter des kind gelten soll und ich aus diesem grund die lohnersatzzahlung von der kk nicht anrechenbar ist könnt ihr mir vieleicht weiterhelfen ich bin am verzweifeln!!!!!
Maier6991797, München:
02.02.2012 19:19
Guten Tag!

meine Ehefrau hat am 25.12.2009 eine Tochter zur Welt gebracht und am 16.02.2011 einen Sohn. Für beide Kinder erhielten wir Elterngeld ca. 1.500,00 pro Monat. Am 11.07.2012 werden wir voraussichtlich ein weiteres Kind begrüßen dürfen. Vor der Geburt unserer Tochter war meine Ehefrau schon schwangerschaftsbedingt krankgeschrieben. Die Frauenärztin würde meine Ehefrau auch jetzt schon schwangerschaftsbedingt krankschreiben.

Wie verhält es sich nun mit dem Elterngeld? Werden die Monate einer schwangerschaftsbedingten Krankschreibung ausgeklammert und weiter zurückgerechnet? Es geht hier ausschließlich um das Elterngeld für das dritte Kind. Werden wir auch in Zukunft Elterngeld in dieser Höhe erwarten dürfen.

Wäre es sinnvoll wenn meine Ehefrau nach dem Ende der Elternzeit wieder arbeiten würden bis zum Mutterschutz? Meine Ehefrau ist Lehrerin an einer kath. Schule (nicht verbeamtet) aber öffentlicher Dienst ähnlich.

Was würde eine schwangerschaftsbedingte Krankschreibung bzw ein mögliches Berufsverbot durch die Frauenärztin genau bedeuten? Das Elterngeld für das 2. Kind endet am 15.02.2012. Das 3. Kind kommt voraussichtlich am 11.07.2012. Würde ab dem 16.02.2012 bis zur Geburt des 3. Kind meine Ehefrau Leistungen von Ihnen oder der Krankenkasse bekommen bzw. Krankengeld?

Sollte es vom 16.02.2012 bis 11.07.2012 (Ausnahme Mutterschaftsgeld) keine Leistungen geben, würde es Sinn machen, wenn meine Ehefrau wieder anfangen würde in dieser Zeit zu arbeiten?


Vielen Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Hilfe.

Freundliche Grüße
Email: maier6991797@web.de
Stefanie, München:
17.11.2011 13:26
Übrigens gilt seit 01.11.2011: Mütter und Väter, die vor der Geburt selbständig tätig waren, und wärend des Elterngeldbezugs nicht arbeiten, erhalten maximal einen Betrag in Höhe von € 1.755,00. Den Höchstbetrag von € 1.800,00 erhalten nur noch Väter und Mütter, die vor der Geburt nichtselbständig tätig waren. Dies hängt mit § 2 Abs. 3 S. 2 BEEG zusammen, der an die Änderungen zum 01.01.2011 in den Absätzen 1 und 2 nicht angepasst wurde. Klar, ein Luxusproblem. Aber trotzdem ist nicht nachzuvollziehen, weshalb selbständige Väter und Mütter benachteiligt werden. Wohl eine weitere gesetzgeberische Schlamperei.
Dave:
04.11.2011 13:05
Hallo,

ich habe eine Frage bezüglich Urlaubsanspruch während der Elternzeit.
Ich habe dieses Jahr vom 24.04.-23.05. und vom 24.08.-23.09. "Väterzeit" genommen.

Bisher hat mir mein Arbeitgeber den Urlaubsanspruch für die 2 Monate Elternzeit nicht gekürzt.

Nun habe ich mal gelesen das der Arbeitgeber das nur darf wenn die Elternzeit auch mit dem Kalendermonat übereinstimmt. Das wäre beim mir ja nicht der Fall.

Vielleicht kann mir jemand erklären was nun richtig ist, am besten mit Quelle.

Besten Dank
Dave
Armer....:
06.10.2011 11:39
Elterngeld ist also wieder einmal nur etwas für Reiche. Der Durchschnittsverdiener schaut in den Mond, da er mit einem alleinigen Einkommen seine Familie dann nicht mehr ernähren kann, würde er Elterngeld beantragen. Was soll dann das Ganze???
Manfred Peters:
14.09.2011 10:54
Hallo mein Schatz,

hier das aktuellste zum Elterngeld. Es gibt ab dem 1.1.2011 ein Gesetz (Haushaltsbegleitsgesetz), wonach pauschal besteuerte AG-Leistungen (z.B. Dienstwagen) nicht bei der Berechnung des Einkommens berücksichtigt werden (s. 2. Abschnitt "Für Arbeitnehmer"). Interessant ist auch der Geschwisterbonus :-)
Jessica, Kronach:
29.08.2011 08:55
Kann mein Mann zusätzlich zu mir auch nur 2 Wochen Elternzeit beantragen? Es heißt ja immer "bis zu 2 Monate". Länger ist bei ihm wegen der Arbeit leider nicht möglich!
Thomas, Stuttgart:
12.08.2011 12:08
Ich möchte gerne Elternzeit beantragen, finde aber keine info zu meiner Frage: Wenn ich für 2 Monate Elterngeld beziehe, darf ich trotzdem bis zu 30 stunden arbeiten. Hat diese Tätigkeit und dieses Geld was ich in dem Moment erhalten würde, Einfluss auf das Elterngeld? Wenn ich das richtig rechne, würde ich in diesen 2 monaten bei 30 Stunden arbeit pro woche mehr Geld erhalten, als wenn ich keine Elternzeit nehme oder mißachte ich hierbei etwas?
Hat man den die Möglichkeit den 2 monatigen Anspruch, au feinen Tag pro Woche umzulegen und somit ein Jahr lang eine 4-Tage Woche im Büro zu haben? Kennt sich damit jemand aus? Wäre super, wenn jemand hierzu Erfahrung hat.
Nina, Essen:
14.03.2011 16:02
Mein Mann möchte gerne in den ersten zwei Monaten nach der Geburt auf Elternzeit / Teilzeit gehen. Bekommen wir dann das Elterngeld für diese Zeit, da ich ja dann von der Krankenkasse / vom Arbeitgeber bezahlt werde?
Oliver, MÜnchen:
01.03.2011 07:49
Ich bin mir nichht ganz sicher ob der Wegfall der Bonuszahlungen noch aktuell ist. Diverse andere Quellen geben sinngemäß an:
Nach einem jetzt verkündeten Urteil (Az. B 10 EG 3/09) des Bundessozialgerichts (BSG) müssen auch leistungsbezogene Gehaltsbestandteile neben dem Fixgehalt künftig bei der Berechnung des Elterngeldes berücksichtigt werden.
Sabrina Malsch:
22.11.2010 11:04
Hallo,kann mir jemand helfen? bekomme ich weiter hin Elterngeld oder irgend eine Unterstützung? mein Sohn wird 2 lebe mit mein Partner zusammener ist Aleinverdiener bekomme kein arbeitslosengeld.
Heikoi, Warburg:
08.10.2010 07:49
Hallo, kann mir jemand helfen? ich lebe getrennt von meiner frau, wir haben 2 kids. Habe ein neue partnerin mit der ich ein weiteres bekomm. Kann ich dafür den geschwisterbonus beantragen???
ich bitte um hilfe
Daniela, Bochum:
30.09.2010 13:56
Ich würde gerne eine Frage zu dem Geschwisterbonus stellen. Mein Mann hat eine Tochter im Alter von 5 Jahren, die allerdings mit der Mutter im Ausland lebt. Haben wir Anspruch auf diesen Bonus, immerhin ist es 1 Kind von meinem Mann oder steht uns dieses nicht zu, da das Kind nicht von mir ist und nicht bei uns im Haushalt lebt?
Vielen Dank.
Sabrina, Halberstadt:
01.09.2010 19:22
Mein Kommentar zum Mutterschaftsgeld, dieses Geld wird zum einen Teil von der Krankenkasse und der andere Teil von dem Arbeitgeber bezahlt. Hat meiner Meinung nach nichts mit dem Elterngeld zu tun. Das heißt wer sich für zwölf Monate Elternzeit entscheidet, bekommt nur zehn vom Staat bezahlt. Sehr ungerecht. Also wird man vom Staat um zwei Monate beschissen, und wenn man beim Amt nach fragt warum,bekommt man zur Antwort das ist halt so. Ich wäre gerne noch 2 Monate bei meinem Kind geblieben.
Peter, Düsseldorf:
10.08.2010 12:05
... danke für die hilfreichen Tips.
Weiß jemand, in wie weit ein Dienstwagen bei der Berechnung des Elterngeldes berücksichtigt wird.
Meine Lebensgefährtin hat bis zur Geburt einen Dienstwagen. Der Geldwertevorteil wird vom Finanzamt mit der 1%- Regel besteuert. Wird er angerechnet??
Danke
Peter
steffanie:
13.07.2010 16:11
Wird der Urlaub den man sich ausgezahlt hat auch als Gehalt angerechnet? Ich meine nicht Urlaugsgeld!
:
10.07.2010 13:28
Wenn sonderzahlungen nicht angerechnet werden, warum
müssen diese aber vom Arbeitgeber auf dem Antrag eingetragen
werden?
martin und steffi, mettendorf:
28.06.2010 16:42
danke für die informative seite. hat uns nschon weiter geholfen.
Jasmin, Braunschweig:
30.05.2010 13:32
ich befasse mich das 1. mal mit diesem thema und muss sagen bin schockiert.

wenn man schwanger wird bekommt man nur noch 67% von dem was man verdient hat?
wie soll das denn funktionieren?
man muss in eine größere wohnung ziehen - da ja jetzt eine person mehr im haushalt lebt und hat auch mehr kosten. und man soll jetzt mit weniger auskommen?
was ist das denn bitte für eine logik?

da braucht sich doch keiner wundern, wenn keine kinder mehr geboren werden.
eine absolute frechheit!

also können heutzutage nur noch reiche menschen kinder bekommen, oder die ganz armen, da die sowieso schon alles vom staat kriegen und sich keine gedanken machen müssen.

da wird mir echt schlecht, wenn das die realität sein soll!!
Basti Berlin zitiert:
28.05.2010 09:07
Hier eine kleine Einführung: Das Mutterschaftsgeld ist die finanzielle Hilfe 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt. Gnädigerweise erlaubt man der Mutter 6 Wochen vor der Geburt zu Hause zu bleiben, sich auszuruhen und trotz nicht erbrachter Leistungen ihr Gehalt zu bekommen. Dies wird weiterhin vom Arbeitgeber gezahlt. Nach der Geburt gönnt man der frischgebackenen Mama noch 8 Wochen der Entspannung und Zeit mit Ihrem Kind. In dieser Zeit teilen sich Krankenkasse und Arbeitgeber das Gehalt für die Mutter.



Nun zum Elterngeld: Auch das Elterngeld hat seine Vorteile. Wo früher das Erziehungsgeld zur Unterstützung von Familien diente, und das ganze 24 Monate lang, ist heute das Elterngeld an dessen Stelle getreten. Dieses wird auf den Verdienst der letzten 12 Monate zu 67% gerechnet und für 12 Monate, bzw. für 14 Monate, wenn der Partner ebenfalls zu Hause bleibt, gezahlt. Im ersten Moment hört es sich so an, als wenn der Staat mal endlich etwas Gutes für das Volk getan hat und den Bürgern diesmal nicht auf der Nase herumgetrampelt wird. Doch – zu früh gefreut!



Das Mutterschaftsgeld wird, wie nur wenige wissen, auf das Elterngeld angerechnet. Das heißt, ist das Mutterschaftsgeld höher, als das errechnete Elterngeld, was eigentlich meisten der Fall ist, weil man ja im Mutterschutz sein volles Gehalt bekommt und in der Elternzeit nur 67% davon, werden die 2 Monate des Bezuges von Mutterschaftsgeld einfach von der Elternzeit und somit dem Bezug von Elterngeld abgezogen. Im Endeffekt hat man also nur 10 Monate bzw. 12 Monate Anspruch auf Elterngeld! Man hat also nur 12 bzw. 14 Monate Anspruch, wenn man vorher gar nichts verdient hat und den Mindestbetrag von 300 Euro erhält. Aber die, die vorher dafür gearbeitet haben, sind natürlich wieder im Nachteil. Schon klar, wo bleibt denn da noch die Fairness?
seven monheimam rhein40789:
30.03.2010 17:59
ich bekomme elterngeld und den geschwisterbonus .jetzt kürzt mir die arge meinen arbeitzlosen 2 geld ist das erlaubt kann ich was da gegen machen
Martin, München:
19.02.2010 16:30
Ich verstehe den zusammenhang Resturlaub und Anrechnung Elterngeld nicht ganz. Angenommen ich splitte meine Vätermonate und nehme vor einem Vatermonat noch weiter 2 Wochen meines Jahresurlaubs. Beeinflußt in diesem Fall der Urlaub den Elterngeldanspruch? Wie erfolgt generell die Berechnung des 12-Monatsdurchschnitts bei gesplitteten Vätermonaten?

Freue mich auf Eure Antwort.
Möller, Walsrode:
14.10.2009 12:12
aus 1. Ehe habe ich noch zwei Kinder 13 + 16 Jahre für die Kindesunterhalt zu zahlen ist, hat dies Auswirkungen auf das Elterngelt ?
dümig, halle:
03.09.2009 10:50
wieviel elterngeld bekommt man bei zwillingsgeburten?
Herrmann, München:
07.07.2009 06:38
Es wird vom Nettoeinkommen berechnet !

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Ratgeber Elternzeit-Elterngeld

Wechsel der Steuerklasse kann Elterngeld erhöhen



Ein Wechsel der Steuerklasse mit dem Ziel, in der Elternzeit mehr Elterngeld zu bekommen, ist erlaubt. Das entschied im Juni 2009 letztinstanzlich das Bundessozialgericht. Ab 2013 zählt für die Berechnung des Elterngeldes nur noch die Steuerklasse, die überwiegend 12 Monate vor der Geburt gewählt war. Steuerklasse 3 bringt also nur noch dann mehr Elterngeld, wenn sie mindestens sieben Monate lang auf der Lohnsteuerkarte eingetragen war.

Elterngeldrechner



Ihr Elterngeld berechnen können Sie selbst auf www.elterngeldrechner.de

Nötige Angaben:
  • Geburtsdatum des Kinder
  • Geburtsdaten der Geschwisterkinder
  • Höhe des Mutterschaftsgeldes
  • Einkommen vor der Geburt
  • Einkommen nach der Geburt

Gesetzliche Grundlagen



Die gesetzlichen Grundlagen des Bundeselterngeldgesetzes (BEEG) finden Sie auf www.gesetze-im-internet.de

Info Haushaltsbegleitgesetz

Hier geht’s zum Haushaltsbegleitgesetz (PDF), wie es vom Bundesrat verabschiedet wurde:
www.bgbl.de

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