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Wechseljahre des Mannes


Männergesundheit - Wechseljahre des MannesBild: © Peter Atkins - Fotolia.com

Mit dem Alter sinkt der Testosteronspiegel und führt bei älteren Männern und Vätern zu Midlife-Crisis und Wechseljahren. Dachte man bisher. Stimmt aber nicht, meinen australische Forscher.

Über die Wechseljahre des Mannes ist viel publiziert worden. Gerade Männer und Väter um die 50 weisen häufig einen sinkenden und deutlich niedrigeren Testosteronspiegel im Blut auf. Die Folgen: Kein Bock auf Sex, geringere Lebensfreude, Antriebslosigkeit und verschiedene körperliche Beschwerden. Da dieser Befund häufig um die Lebensmitte herum festgestellt wird, wird der Vorgang oft als "Klimakterium virile" oder "männliche Wechseljahre" beschrieben.

Damit wird das Sinken des Testosteronspiegels gleichgesetzt mit den Wechseljahren der Frau. Deren sinkender Östrogenspiegel ist eindeutig an das Ende der Fruchtbarkeit gekoppelt und ein altersgemäß natürlicher Vorgang.

Keine Frage des Alters


Bei Männern ist das mitnichten so, meinen Gary Wittert und seine Kollegen von der Universität Adelaide. Sie analysierten die Hormonwerte von ca. 1500 Männern zwischen 35 und 80 Jahren zweimal jeweils im Abstand von fünf Jahren. Das erstaunliche Ergebnis: Das Alter spielt für den Rückgang des Testosteronspiegels nur eine geringe Rolle!

Aber die Forscher hatten auch nach Partnerschaft und allgemeinem Wohlbefinden gefragt sowie das Gewicht der Teilnehmer notiert. Und hier fanden sich die stärksten Übereinstimmungen mit signifikant niedrigeren Testosteronwerten: Übergewicht und depressive Tendenzen führten zum sinkenden Hormonspiegel. Verheiratete Männer mit regelmäßiger sexueller Aktivität sind nach der australischen Untersuchung am glücklichsten und haben am meisten Testosteron im Blut.

Der sinkende Testosteronspiegel ist demnach keine natürliche Alterserscheinung, sondern Folge der Lebensweise. Gesund und nicht zu viel essen, sich um die Partnerin kümmern - schon steigt er wieder. Der Testosteronspiegel.

Ralf Ruhl

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