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Knotenkunde für Kinder und Väter

Knotenkunde für Kinder und Väter
Bild: Abb. 1 - Volker Wollny

Knoten sind nützlich - beim Basteln, beim Spielen und beim Sport. Das Knüpfen macht Spaß und kann eine tolle gemeinsame Aktion für Väter und Kinder sein, einfach mal zwischendurch.

Was ein Knoten können muss



Jeder Knoten hat eine Funktion. Ein Teil der Leine, aus der er besteht, klemmt ein anderes Teil des Seiles ein, wenn man daran zieht. Der Fachmann nennt diesen Zustand „Bekneifen“.

Wer erkannt hat, wie sich bei einem bestimmten Knoten die Teile der Leine bekneifen, kann ihn sich leicht merken, denn er kann ihn rekonstruieren. Das klappt wesentlich schlechter, wenn man nur die Handbewegungen erlernt hat. Dann reicht oft eine ungewohnte Lage der Leine - und der Knoten gelingt nicht mehr.

In der Seefahrt oder beim Bergsteigen hängen Menschenleben davon ab, ob ein Knoten richtig geknüpft ist. Daher müssen sie
  • leicht zu stecken sein
  • sicher halten und
  • sich, auch nachdem Kraft darauf eingewirkt hat, leicht wieder lösen lassen


Bild: Abb. 2 - Volker Wollny

Fachbegriffe aus der Seefahrt



Knoten sind vor allem Seemannssache. Aus der Seefahrt stammen daher meist ihre Namen und die mit ihnen zusammenhängenden Begriffe. Manche Knoten kommen nicht nur in der Seefahrt vor und werden in anderen Zusammenhängen anders genannt. So heißt der Palstek bei den Pfadfindern auch Rettungsschlinge.

Was an Land Strick oder Seil heißt, nennt der Seemann eine Leine oder, wenn es sehr dick ist, eine Trosse. Eine kurze Leine oder Trosse bezeichnet er als Ende und das Ende des Endes als Tampen. Auch ein sehr kurzes Ende heißt Tampen. Steckt man einen Knoten in ein Ende, heißen seine beiden Seiten Parten. Es gibt immer eine feste Part, an der „das Schiff hängt“, und eine lose oder freie, mit der der Knoten gesteckt wird.

Legt man eine Leine im Bogen (Abb. 1), bekommt man ein Bucht. Überkreuzen sich die beiden Parten (Abb. 2), spricht man von einem Auge.
Knotenkunde für Kinder und Väter
Bild: Abb. 3 - Volker Wollny

Legt man eine Leine um etwas herum (Abb. 3), bekommt man einen Rundtörn. Überkreuzen sich die Parten eines Rundtörns, hat man einen Halben Schlag (Abb. 4 ). Ein Auge, dessen Parten sich wie in Abb. 5 kreuzen, heißt Überhandknoten und ist im Grunde nichts anderes als ein Halber Schlag, in dem nichts drinsteckt.
Knotenkunde für Kinder und Väter
Bild: Abb. 4 - Volker Wollny

Beim Halben Schlag sieht man sehr gut, wie sich ein Knoten bekneift: Wenn man an der festen Part des Halben Schlags zieht, drückt sie auf die lose Part und diese gegen das Holz. Dadurch hält der Knoten.
Knotenkunde für Kinder und Väter
Bild: Abb. 5 - Volker Wollny

Allerdings ist der Halbe Schlag kein besonders sicherer Knoten: Er hält zwar, solange ständig Kraft auf der festen Part steht. Steht die Kraft jedoch nicht ständig darauf, etwa wenn man ein schaukelndes Boot damit angebunden hat, kann er sich schnell lockern und sogar lösen.
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Weitere Informationen

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