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Der perfekte Lichtschutz: Geeignete Fensterdekorationen für Kinder


Babywiege vor weißer Gardine, die Lichtschutz für Kinder spendetBild: @freestocks@unsplash.com

Ein funktionaler Sicht- und Sonnenschutz gehört im Kinderzimmer einfach zur Grundausstattung. Allerdings erfüllt nicht jede Fensterdekoration ihren Zweck. Und manche Behänge bergen sogar Unfallgefahren. Die wichtigsten Tipps im Überblick.

Eine Fensterdekoration ist im Kinderzimmer ein nicht wegzudenkendes Deko-Element, um den Raum gemütlich einzurichten und das restliche Inventar spielerisch und stilvoll zu untermalen. Neben rein ästhetischen Faktoren nimmt ein Fensterbehang jedoch auch eine maßgebliche Funktion als Lichtschutz ein. So gilt es im Kinderreich nicht nur grelles Sonnenlicht beim Lesen oder am Computer abzublenden, sondern auch einen höchstmöglichen Verdunkelungsgrad während der Schlafenszeit herstellen zu können. Denn das menschliche Gehirn ist schon von klein auf darauf programmiert, nur bei vollkommener Dunkelheit entspannt schlafen zu können. Schon bei geringfügig hereinstrahlenden Lichtmengen sinkt das müde machende Schlafhormon Melatonin im Körper des Kindes. Die Folge: Es wird vorzeitig wach, schläft nicht mehr ein und ist am Tag darauf entsprechend unruhig und quengelig.

Bei Säuglingen und Kleinkindern ist eine verfügbare Verdunkelungsfunktion zudem von elementarer Bedeutung, da sie gegenüber älteren Kindern oder auch Erwachsenen ein deutlich höheres Schlafpensum haben. Allein ein Neugeborenes schläft durchschnittlich zwischen 14 bis 17 Stunden täglich. Entsprechend sinnvoll ist eine Schutzvorrichtung am Fenster, die einem Baby auch am helllichten Tag einen rundum geschützten Schlaf ermöglicht.

Gardinen, Rollos & Co. im Kinderzimmer: Wirklich komplett verdunkelnd oder nur teilweise?


Baby lacht auf Bett vor teilweise abdunkelnder GardineBild: @henyleydesign@unsplash.com

Alle Fensterdekorationen, die aus Textilien hergestellt sind, werden in drei verschiedenen Lichtdurchlässigkeiten angeboten. So sind beispielsweise klassische Gardinen wahlweise in durchsichtiger, halbtransparenter und abdunkelnder Ausführung im Handel erhältlich. Einen wirklich verlässlichen Komfortschutz zur Schlafenszeit bieten jedoch nur verdunkelnde Gardinen für Kinderzimmer, Bei der Anschaffung ist daher darauf zu achten, dass das Stoffgewebe auch wirklich undurchlässig ist und die Produktinformation konkret auf eine Abdunkelungsfunktion hinweist. Gleiches gilt auch für schmalere Sonnenschutzarten wie Plissees oder Rollos. Auch bei diesen Stofftypen erweist sich zum Beispiel ein halbtransparentes Modell schnell als Fehlgriff, da es Fenster nicht effizient abschattet. Verdunkelungsstoffe sind hier ebenfalls immer die erste Wahl.

Wenn aus einem Spiel gefährlicher Ernst wird: Vorsicht vor Bedienschnüren


Junge liegt auf dem Kinderbett vor heruntergelassener Gardine als Kinder-LichtschutzBild: @kyle_nieber@unsplash.com

Besondere Obacht ist bei Sonnenschutztypen geboten, die mit Stoff- und Kettenschnüren hoch- und runtergezogen werden. Dazu zählen vornehmlich handelsübliche Rollos, Plissees und Jalousien, die zumeist frei hängend installiert werden. Gerade kleine Kinder sind äußerst entdeckungsfreudig und begeistern sich für derartige Schnüre, um sich entweder am wiederholten Auf- und Zuziehen der Sonnenschutz-Anlage zu erfreuen oder gleich daran herumzuhangeln – mit teilweise drastischen Konsequenzen. So kann eine Fensterdekoration mit Montageschiene als Ganzes heruntergerissen werden und das Kind erheblich am Kopf verletzen. Zugleich können die Schnüre beim Spielen Schlaufen bilden, was die Gefahr einer Strangulation erhöht.

Zwar liegen Fensterdekorationen mit Schnüren gesetzlich vorgeschriebene Kindersicherungen bei, an denen die Schnursysteme fest arretiert werden können. Eltern, die Wert auf höchste Sicherheitsstandards legen, sollten sich jedoch nach Fensterbehängen umsehen, die mit Bedienschienen ausgestattet sind oder auf kürzere Gardinen zurückgreifen, die keine langteiligen Bedienelemente aufweisen. Damit wird das Thema Zugschnur schon von vornherein umgangen und auch ältere Kinder können gar nicht erst zu gefährlichem Schabernack verleitet werden.

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