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Mein Vater


Mein Vater

Ich habe eine sehr behütete Kindheit in einem traditionell katholischen Elternhaus erlebt. Als ich Anfang zwanzig war, ist mein Vater gestorben. Ich habe erst nach seinem Tod bemerkt, mit wie viel Einsatz er für die Unbeschwertheit der Familie gesorgt hatte. Er war ein Vorbild für mich und eine Autorität. Es war nicht immer einfach, ihm nahe zu kommen, meine Mutter hat da viel übernommen. Im Urlaub fuhren wir manchmal nach Holland, mein Vater saß dann mit dem Fernglas im Hafen von Rotterdam und beobachtete stundenlang die ein- und auslaufenden Schiffe. Er war ein intellektueller, eher introvertierter Mensch, und durch seinen frühen Tod werde ich das Gefühl nicht los, ihn nie richtig kennengelernt zu haben.

Heute weiß ich, dass auch ich als Vater eine gewisse Autorität ausstrahlen muss. Es geht letztlich darum, die Balance zu halten. Ich will natürlich den Zugang zu meinen Kindern bewahren, aber auch Orientierung und Sicherheit geben.

Foto: Gesche Jäger
Text: Jochen Brenner


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