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Die Grünen - ... aktive Vaterschaft fördern



Welches sind Ihre wesentlichen väterpolitischen Ziele für die nächste Legislaturperiode?

Immer mehr Männer erkennen, dass die traditionelle Rollenverteilung in der Familie auch negative Seiten für sie habt, und wollen zum Beispiel nicht mehr Alleinverdiener oder Haupternährer der Familie sein, und wünschen sich auch eine aktivere Vaterschaft. Wir wollen diese partnerschaftliche Aufteilung von Familienarbeit fördern und elterliche Wünsche und Bedürfnisse durch geeignete Rahmenbedingungen unterstützen.

Erfreulicherweise steigt das Interesse von Vätern an der Elternzeit. Daher gilt es, das Instrument so weiterzuentwickeln, dass beide Eltern gleichzeitig in Teilzeit arbeiten können, ergänzt durch ein Rückkehrrecht auf Vollzeit, das nicht zuletzt für Väter sehr wichtig ist, die Familie und Beruf miteinander vereinbaren wollen. Darüber hinaus wollen wir Männer, Jungen und Väter darin unterstützen, sich in gleichstellungspolitischen Anliegen besser zu vernetzen und geschlechterpolitisch aktiv zu sein.

Welche Gesetzesvorhaben wollen Sie einbringen, welche Gesetze und Verordnungen verbessern?

Wir werden das Teilelterngeld fair ausgestalten, damit Eltern, die sich Berufstätigkeit und Familienarbeit frühzeitig teilen, nicht länger benachteiligt werden. Die Partnermonate beim Elterngeld entwickeln wir mit der Zielperspektive einer partnerschaftlichen Aufteilung weiter und verankern ein Rückkehrrecht auf Vollzeit. Damit ergänzen wir das im Teilzeit- und Befristungsgesetz bestehende Recht auf Teilzeit an entscheidender Stelle.

An welchen Stellen und mit welchen Instrumenten wollen Sie Väter fördern?

Unsere Vorstellung von Väterförderung umfasst ein breites Spektrum an Instrumenten. Diese reichen von konkreten, bereits beschriebenen Gesetzesänderungen über ein Monitoring bereits bestehender Maßnahmen mit dem Blick auf Väter (beispielsweise gemeinsames Sorgerecht oder Beratung von Vätern durch Einrichtungen) bis hin zur Ebene der Fortführung eines geschlechtergerechten Diskurses in der Familien- und Sozialpolitik, zu dem auch die Förderung der Vernetzung von Vätern sowie deren Einbeziehung in politische Entscheidungsprozesse gehört.


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