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Die Linke - ... familienfreundlichere Arbeitswelt schaffen



Welches sind Ihre wesentlichen väterpolitischen Ziele für die nächste Legislaturperiode? Welche Gesetzesvorhaben wollen Sie einbringen, welche Gesetze und Verordnungen verbessern? An welchen Stellen und mit welchen Instrumenten wollen Sie Väter fördern?

Die derzeitig praktizierte Jungen- und Männerpolitik der Bundesregierung orientiert sich an tradierten Rollenbildern, die einen gleichstellungspolitischen Rollback darstellen. Väterpolitik ist für DIE LINKE Teil der Familienpolitik. Im Vordergrund einer modernen Familienpolitik muss ein partnerschaftliches Leitbild stehen. Familienpolitik muss aktiv mit gestaltender Gleichstellungspolitik verknüpft werden, ohne dass deshalb Gleichstellungspolitik auf Familienpolitik reduziert wird. Elternschaft muss für Mütter und Väter lebbar werden. Daher fordert DIE LINKE 12 Monate Elterngeldanspruch für beide Elternteile (vgl. Bundestagsdrucksache 17/6915).

Des Weiteren fordert DIE LINKE eine familienfreundlichere Arbeitswelt, so dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für Väter besser funktioniert. Dazu gehören u.a. ein Recht auf Rückkehr auf Vollzeit nach Teilzeitarbeit und ein besonderer Kündigungsschutz bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres des Kindes. Die Arbeitszeit ist insgesamt so zu gestalten, dass Mütter und Väter die Möglichkeit haben sowohl erwerbstätig zu sein als auch ihren Beruf mit der Familie zu vereinbaren. Um dieses Ziel im Rahmen einer kürzeren Vollzeit für Alle näher zu kommen, ist die Umverteilung der vorhandenen Arbeit über den Weg der kollektiven Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich notwendig.

Wir kämpfen für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn und gute Arbeit, damit Familien materielle Sicherheit und Gewissheit über ihre Zukunft haben. Wir wollen die sozialen Sicherungssysteme weiter entwickeln, damit sie auch in Zukunft eine gute Absicherung und Schutz gegen Armut bieten können. Zentrales Anliegen ist neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch die gesellschaftliche Teilhabe durch eine gute, gebührenfreie öffentliche Bildungs-, Betreuungs- und Sozialinfrastruktur für Familien. Mutter-/Vater-Kind-Kuren müssen für alle Eltern als Bestandteil der Vorsorge, Unterstützung und Rehabilitation geöffnet werden. LINKE Familienpolitik ist Bildungspolitik, Arbeitsmarktpolitik, Sozialpolitik, Gleichstellungspolitik und Generationenpolitik.


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