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Handwerken mit Papa - worauf es beim Bau eines Vogelhäuschens ankommt


Handwerken mit Papa - worauf es beim Bau eines Vogelhäuschens ankommtBild: ginaellen@crestock.com

Nicht alle Vögel verbringen den Winter im Süden. Die hiesigen Witterungsverhältnisse stellen bleibende Populationen jedoch vor eine Herausforderung: Unter Schnee- und Eisdecken ist Futter oftmals nur schwer zu finden. Der gemeinsame Bau eines Vogelhauses schafft Abhilfe - und macht Spaß. Unter Papas fachkundiger Anleitung lernen Kinder den sachgerechten Umgang mit Werkzeugen und übernehmen Verantwortung für andere Lebewesen.

Vorbereitungen treffen


Wer ein Vogelhaus errichten möchte, hat die Wahl: Im Handel sind nicht nur vorgefertigte Bausätze erhältlich, sondern auch die für einen eigenen Entwurf erforderlichen Materialien. Damit können Väter und Kinder ihrer Kreativität freien Raum lassen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Durch den Einsatz unterschiedlicher Baustoffe wie Holz, Pappe oder Reet entstehen völlig verschiedene Ausführungen, die sich beliebig abändern und erweitern lassen. Tiefgehende handwerkliche Kenntnisse werden für den Bau eines Vogelhauses nicht benötigt - das Projekt gelingt auch mit zwei linken Händen. Der finanzielle Aufwand hält sich dabei ebenfalls in Grenzen.

Bevor es an die Arbeit geht, sollten alle benötigten Utensilien bereitgelegt werden. Hierzu zählen nicht nur Nägel, Schrauben, Leim und Lasur, sondern auch Werkzeuge wie
  • Stichsäge
  • Akkuschrauber
  • Hammer und
  • Pinsel.
Geübte Väter haben sicher bereits die passenden Utensilien bei der Hand. Anfängern sei gesagt, dass bei einer Neuanschaffung vor allem auf das Sicherheitssiegel geachtet werden soll. Gerade dann, wenn Kinder mit Heimwerken ist dies besonders wichtig. Lassen Sie sich also beim Einkauf Zeit, oder überprüfen Sie die Angebote schon zuhause im Internet.

Als wesentlicher Bestandteil darf das Holz natürlich nicht fehlen: Für den Bau eines Vogelhauses eignen sich vor allem Bretter und Leisten aus Buche, Tanne oder Fichte. Da der Bedarf vergleichsweise gering ist, reichen oftmals sogar Reste aus. Diese können bei einer nahegelegenen Schreinerei angefragt werden und sind besonders günstig zu haben. Zur Montage wird zudem ein Rundholz oder eine Stange benötigt.

Hölzer zuschneiden und verbinden


Zunächst einmal gilt es, die Bretter auf die gewünschte Größe zuzuschneiden. Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Seitenwände deutlich kürzer zu gestalten als die Bodenplatte - auf diese Weise kann ganz einfach ein Landeplatz geschaffen werden. Beim Zuschnitt der Frontseite sollte an eine Türöffnung gedacht werden: Eine Breite von zehn und eine Höhe von fünfzehn Zentimetern ist optimal, um verschiedenen Vogelarten den Zugang zu ermöglichen. Schließlich müssen noch die beiden Dachflächen zugeschnitten werden. Deren Größe richtet sich nach den jeweiligen Maßen der Wände, darf allerdings großzügig bemessen werden. Ein Überstand von mehreren Zentimetern sorgt dafür, dass das Häuschen trocken bleibt. Durch die großzügigere Planung einer Hälfte kann das Dach später überlappend zusammengebaut werden. Ein Gehrungsschnitt kann somit vermieden werden.
Der Umgang mit der Stichsäge birgt ein gewisses Gefahrenpotential. Zu Verletzungen an Händen und Augen führen nicht nur umherfliegende Späne und Splitter sondern auch die mit verschränkten Zinken versehenen Sägeblätter. Gerade in Gegenwart von Kindern sollte penibel darauf geachtet werden, folgende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen:
  • sicheres Einspannen des zu sägenden Holzstücks
  • Führen der Säge mit beiden Händen
  • Tragen einer Schutzbrille
  • Ausschalten der Säge nach jedem Gebrauch
Die Einzelteile des Vogelhauses können sowohl mit wasserfestem Leim und verzinkten Nägeln als auch mithilfe von Schrauben zusammengebaut werden. Besondere Stabilität verspricht vor allem letztere Maßnahme. Durch das zusätzliche Aufbringen einer Dachpappe kann ein hoher Schutz gegen Wind und Wetter erreicht werden. Dieser lässt sich auch durch das Auftragen einer speziellen Holzlasur mit Imprägnierschutz erzielen. Dann aber sollte darauf geachtet werden, dass das gewählte Mittel dem Federvieh nicht schadet.
Den richtigen Standort finden

Um die Vögel vor ungebeten Gästen zu schützen, sollte das Vogelhaus in luftiger Höhe von zwei oder gar drei Metern angebracht werden. Haben Katzen und andere natürliche Feinde keinen Zutritt, ist jedoch auch der haus- oder wohnungseigene Balkon als Standort geeignet. Empfehlenswert ist zudem eine östliche oder südöstliche Ausrichtung: Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Vögel keiner starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Auf das Gefühl hören


Am Zusammenbau eines Vogelhauses haben nicht nur Väter, sondern auch Kinder Spaß. Maßstäbe dürfen dabei gerne außer Acht gelassen werden: Nicht auf die perfekte Ausführung kommt es an, sondern vielmehr auf die Freude an der gemeinsamen Arbeit. Durch das Befolgen einfacher Tipps ist das Vogelhaus auch von handwerklichen Laien im Nu errichtet.

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