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Eberhard Schäfer: Das Betreuungsgeld ist erwünscht

Im Väterzentrum treffen sich - Gott sein Dank - Väter! Die meisten von ihnen sind gut ausgebildet, haben gute Jobs und kommen gut über die Runden. Die meisten der Partnerinnen sind ebenfalls berufstätig. Wenn ein Kind kommt, nehmen die Frauen meist den „Löwenanteil“ der Elternzeit, die Männer nehmen zwei bis 6 Monate.
Die Diskussion über das Betreuungsgeld brachte unerwartete Sichtweisen zu Tage. Das Betreuungsgeld wird von den meisten Vätern, die das Väterzentrum besuchen, begrüßt. Warum? Kinderbetreuung in der Kita wird nicht als das Nonplusultra angesehen. Die Möglichkeit, Kinder in der eigenen Familie zu betreuen, hat aus der Sicht „unserer“ Väter viele Vorteile, vor allem, dass Kinder mit vertrauten Bezugspersonen zusammen sein können und dass wenige Kinder auf eine „Bezugsperson“ kommen. Eine Gemeinschaft von Eltern (Vätern und Müttern), die die Kinderbetreuung quasi nachbarschaftlich organisieren kann, wird als besser angesehen als die Institution Kita. Insbesondere wird die Kita als ungünstig für Kinder unter zwei Jahren angesehen. Es wurde die fast übereinstimmende Sichtweise deutlich, dass Kinder unter zwei Jahren am besten in der Familie betreut werden. Ab zwei Jahren wäre eine qualitativ hochwertige Kita mit kleinen Gruppen okay, eine nachbarschaftliche Betreuungslösung wäre möglicherweise besser.
So sehen es die Väter im Väterzentrum Berlin. Man muss das zur Kenntnis nehmen. Zusammengefasst: Das Betreuungsgeld ist erwünscht!
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Kommentare von Lesern:

 
Wolfgang Wenger:
21.07.2015 11:55
Sogar Rattten kümmern sich um ihre Jungen. Nur wir wollen dafür bezahlt werden. Krass
  unmöglicher Beitrag? Bitte melden!
Mathisa Nussbaum, Bitburg:
15.04.2015 08:40
Sher richtig! Sehe das genau so!
Claudia Sckaer, Kleinblittersdorf:
05.08.2013 18:47
Ich sehe das auch so.
Mit dem Artikel irgendwie anstellen gegen den Artikel Jetzt aber schnell auf den Arbeitsmarkt mit dir!
utta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums in Berlin für Sozialforschung hat in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ ausgeführt, wie ihrer Meinung nach eine Reformierung auf dem Arbeitsmarkt aussehen müsste.

http://frau2000plus.net/?p=289

Gruß
HMR, Kirchheim-Teck:
13.06.2012 11:57

Das Problem ist nicht für oder dagegen...

Das Problem ist daß trotz dessen daß die Frauen "frei" sein wollen zum großen Teil wollen daß sie zu Hause bleiben und der Mann arbeitet.
Das liegt sehr am System: Frauen werden gefördert, Männer nicht.

Ich habe 3 Kinder und war 3x für 2 Monate zu Hause. Es hat geklappt aber es war sehr schwierig frei zu bekommen, als Mann. Als Frau ist das automatisch, organisiert, geplant, vorbereitet. Als Mann muß man alles 100x überprüfen lassen, sich anhören lassen daß mann das doch nicht macht und und und... diese ganzen "Beratungen und Vorschläge" bekommt mann von Frauen!
Dann ist auch der Arbeitsplatz NICHT gesichert, die Arbeit ja aber nicht der Arbeitsplatz!
Bei Frauen ist genau der vorherige Arbeitsplatz gesichert.
So haben schon viele Männer darauf verzichtet.
Bei dem Betreuungsgeld geht es darum daß "etwas" mehr Geld in der Kasse ist damit mehr für das Kind gemacht werden kann, in der Familie und nicht daß es abgeschoben wird.
Davon mal ganz abgesehen daß es KEINE Plätze gibt, nicht einmal genügend Kindergartenplätze ab 3 Jahren gibt es.
Unsere damals nocht nicht geborene Tochter mußten wir anmelden damit sie in 3,5 Jahren einen Kindergartenplatz bekommt!
Erst sollte mal das System geprüft werden dann sollten (gescheite) Vorschläge gemacht werden, von Leuten die nicht 15000€ im Monat verdienen und die nicht bevorzugt werden. Dann könnte das System funktionieren.

mfg.

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Eberhard Schäfer

Eberhard Schäfer

Eberhard Schäfer ist Geschäftsführer des Väterzentrums Berlin
www.vaeterzentrum-berlin.de

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