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Jörg Mathieu: Zu Hause Erziehen braucht keinen Anreiz

Die ersten drei Lebensjahre eines Kindes sind für Persönlichkeitsbildung und Elternbindung die relevantesten. Daher sollten Eltern in diesen ersten Jahren so viel Zeit mit dem Kind zu verbringen wie nur möglich. Dabei geht es weniger um zu erlangende Bildung und Fähigkeiten. Diese Zeit sollte ausschließlich zur Entwicklung der emotionalen Intelligenz, dem sozialpsychologischen Erfahren der Bezugspersonen - sprich den Eltern und Großeltern - dienen.
Für Sprachentwicklung und Bildung bleibt den Kindern in der Zeit nach dem dritten Lebensjahr noch ausreichend Zeit. Daher bin ich grundsätzlich gegen die Fremdbetreuung in den ersten drei Lebensjahren. Was uns zum eigentlichen Thema Betreuungsgeld führt. Eltern, die vor der Einführung des Betreuungsgelds nicht in die Entwicklung und in das Heranwachsen der Kinder investiert haben - emotional wie finanziell - werden das auch nicht mit diesen 150 Euro tun.

Getrennt lebende Väter spielen nicht nur für die Mütter, sondern auch für den Staat keine Rolle - höchstens als Geldquelle. Somit spielen sie in der Regel auch keine Rolle mehr bei der Konzeption von Gesetzen, in der Familienpolitik und im Familienrecht. Die Zahl der Väter, die sich auch nach einer Trennung noch um die gemeinsamen Kinder kümmern wollen, liegt bei weit über 500 000. Einige von ihnen wären sicher bereit und in der Lage, die Betreuung der Kinder - zumindest zum Teil - zu übernehmen. Die meisten würden dafür noch nicht einmal Betreuungsgeld fordern. Das einzige, was sie fordern, ist - berücksichtigt zu werden, wenn man über Kinderbetreuung diskutiert!

Lasst Väter Väter sein - bezieht sie mit ein! Nutzt das „Humankapital“ und nehmt das gesparte Geld lieber für sinnvollere Dinge wie das Belohnen für das „Zu-Hause-Betreuen“, was meines Erachtens a) unbezahlbar ist und b) keinen Anreiz nötig hat.
TEIL 7

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Kommentare von Lesern:

 
Wolfgang Wenger:
21.07.2015 11:55
Sogar Rattten kümmern sich um ihre Jungen. Nur wir wollen dafür bezahlt werden. Krass
  unmöglicher Beitrag? Bitte melden!
Mathisa Nussbaum, Bitburg:
15.04.2015 08:40
Sher richtig! Sehe das genau so!
Claudia Sckaer, Kleinblittersdorf:
05.08.2013 18:47
Ich sehe das auch so.
Mit dem Artikel irgendwie anstellen gegen den Artikel Jetzt aber schnell auf den Arbeitsmarkt mit dir!
utta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums in Berlin für Sozialforschung hat in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ ausgeführt, wie ihrer Meinung nach eine Reformierung auf dem Arbeitsmarkt aussehen müsste.

http://frau2000plus.net/?p=289

Gruß
HMR, Kirchheim-Teck:
13.06.2012 11:57

Das Problem ist nicht für oder dagegen...

Das Problem ist daß trotz dessen daß die Frauen "frei" sein wollen zum großen Teil wollen daß sie zu Hause bleiben und der Mann arbeitet.
Das liegt sehr am System: Frauen werden gefördert, Männer nicht.

Ich habe 3 Kinder und war 3x für 2 Monate zu Hause. Es hat geklappt aber es war sehr schwierig frei zu bekommen, als Mann. Als Frau ist das automatisch, organisiert, geplant, vorbereitet. Als Mann muß man alles 100x überprüfen lassen, sich anhören lassen daß mann das doch nicht macht und und und... diese ganzen "Beratungen und Vorschläge" bekommt mann von Frauen!
Dann ist auch der Arbeitsplatz NICHT gesichert, die Arbeit ja aber nicht der Arbeitsplatz!
Bei Frauen ist genau der vorherige Arbeitsplatz gesichert.
So haben schon viele Männer darauf verzichtet.
Bei dem Betreuungsgeld geht es darum daß "etwas" mehr Geld in der Kasse ist damit mehr für das Kind gemacht werden kann, in der Familie und nicht daß es abgeschoben wird.
Davon mal ganz abgesehen daß es KEINE Plätze gibt, nicht einmal genügend Kindergartenplätze ab 3 Jahren gibt es.
Unsere damals nocht nicht geborene Tochter mußten wir anmelden damit sie in 3,5 Jahren einen Kindergartenplatz bekommt!
Erst sollte mal das System geprüft werden dann sollten (gescheite) Vorschläge gemacht werden, von Leuten die nicht 15000€ im Monat verdienen und die nicht bevorzugt werden. Dann könnte das System funktionieren.

mfg.

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Jörg Mathieu

Jörg Mathieu

Jörg Mathieu ist Herausgeber und Chefredakteur der familienpolitischen Fachzeitschrift PAPA-YA
www.papa-ya.de

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