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Das halten Väter vom Betreuungsgeld

Das halten Väter vom Betreuungsgeld
Bild: drubig-photo - Fotolia

Das Betreuungsgeld bestimmt seit einiger Zeit die familienpolitische Diskussion. Alle haben sich dazu zu Wort gemeldet, alle wurden dazu befragt - bis auf die Väter! Das wollten wir von www.vaeter-zeit.de ändern und haben Väterexperten um ein Statement zum Betreuungsgeld gebeten.

Zentral: eine gute Kinderbetreuung



„Väter wollen gefragt und einbezogen werden! Sowohl im familiären Alltag als auch in der famillienpolitischen Diskussion.“ Das ist die einhellige Meinung der Väterexperten zum Betreuungsgeld. Ansonsten reicht das Spektrum der Statements von Verständnis für die Zustimmung bis zu eindeutiger Ablehnung.

Eberhard Schäfer vom Väterzentrum Berlin hat täglich mit Vätern zu tun, die sich Gedanken über eine gute Kinderbetreuung machen. „Es wurde die fast übereinstimmende Sichtweise deutlich, dass Kinder unter zwei Jahren am besten in der Familie betreut werden.“ Dr. Matthias Stiehler, Theologe und Pädagoge aus Dresden, fühlt sich bei der Debatte um das Betreuungsgeld in die DDR zurück versetzt. Früher Krippenbetreuung erteilt er eine Absage und fordert eine Auseinandersetzung über das Für und Wider solcher Einrichtungen.

Väter wollen Zeit für Kinder



Durch das Betreuungsgeld werden Väter wieder in der Ernährerfalle und Mütter in der Betreuungsfalle gefangen, meint Hans-Georg Nelles, Organisationsberater in Düsseldorf. Auch er sieht als Ausweg eine „hochwertige Kinderbetreuung“. Dass Väter mehr Zeit für Kinder haben wünscht sich Jens Janson, Referent der Männerarbeit der Evangelischen Kirche Deutschlands. Das sieht Dietmar Nikolai Webel, stellvertretender Vorsitzender des Väteraufbruch für Kinder, ähnlich. Er glaubt, „Teilzeitmodelle werden zunehmend an Wichtigkeit gewinnen“, anders seien die Voraussetzungen für die stärkere Beteiligung von Vätern an der Erziehungsarbeit nicht zu schaffen.

Generell stellen die Experten dem väterlichen Engagement ein gutes Zeugnis aus. Und das sei unabhängig von staatlicher Förderung der Familienarbeit: „Noch nie habe ich von einem Vater gehört, dass er sein Engagement in der Erziehung seiner Kinder von 100 € mehr in der Tasche abhängig machen würde“, so Wolfgang Englert, Vorsitzender des Männernetzes Hessen.

Auf den folgenden Seiten können Sie die Statements der Väterexperten zum Betreuungsgeld im Einzelnen lesen.

Ralf Ruhl
TEIL 1

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Kommentare von Lesern:

 
Wolfgang Wenger:
21.07.2015 11:55
Sogar Rattten kümmern sich um ihre Jungen. Nur wir wollen dafür bezahlt werden. Krass
  unmöglicher Beitrag? Bitte melden!
Mathisa Nussbaum, Bitburg:
15.04.2015 08:40
Sher richtig! Sehe das genau so!
Claudia Sckaer, Kleinblittersdorf:
05.08.2013 18:47
Ich sehe das auch so.
Mit dem Artikel irgendwie anstellen gegen den Artikel Jetzt aber schnell auf den Arbeitsmarkt mit dir!
utta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums in Berlin für Sozialforschung hat in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ ausgeführt, wie ihrer Meinung nach eine Reformierung auf dem Arbeitsmarkt aussehen müsste.

http://frau2000plus.net/?p=289

Gruß
HMR, Kirchheim-Teck:
13.06.2012 11:57

Das Problem ist nicht für oder dagegen...

Das Problem ist daß trotz dessen daß die Frauen "frei" sein wollen zum großen Teil wollen daß sie zu Hause bleiben und der Mann arbeitet.
Das liegt sehr am System: Frauen werden gefördert, Männer nicht.

Ich habe 3 Kinder und war 3x für 2 Monate zu Hause. Es hat geklappt aber es war sehr schwierig frei zu bekommen, als Mann. Als Frau ist das automatisch, organisiert, geplant, vorbereitet. Als Mann muß man alles 100x überprüfen lassen, sich anhören lassen daß mann das doch nicht macht und und und... diese ganzen "Beratungen und Vorschläge" bekommt mann von Frauen!
Dann ist auch der Arbeitsplatz NICHT gesichert, die Arbeit ja aber nicht der Arbeitsplatz!
Bei Frauen ist genau der vorherige Arbeitsplatz gesichert.
So haben schon viele Männer darauf verzichtet.
Bei dem Betreuungsgeld geht es darum daß "etwas" mehr Geld in der Kasse ist damit mehr für das Kind gemacht werden kann, in der Familie und nicht daß es abgeschoben wird.
Davon mal ganz abgesehen daß es KEINE Plätze gibt, nicht einmal genügend Kindergartenplätze ab 3 Jahren gibt es.
Unsere damals nocht nicht geborene Tochter mußten wir anmelden damit sie in 3,5 Jahren einen Kindergartenplatz bekommt!
Erst sollte mal das System geprüft werden dann sollten (gescheite) Vorschläge gemacht werden, von Leuten die nicht 15000€ im Monat verdienen und die nicht bevorzugt werden. Dann könnte das System funktionieren.

mfg.

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