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Jens Janson: Bessere Verteilung von Erwerbs- und Hausarbeit

Geld für Familien ist immer eine prima Sache. Sie verdienen jede Unterstützung bei zwei wichtigen Aufgaben: jedem einzelnen Kind die bestmöglichen Lebensbedingungen zu bieten und der Gesellschaft selbständige und kooperationsfähige neue Mitglieder heranzuziehen.
Ein väterpolitisches Ziel lautet: Väter sollten mehr Zeit für Kinder zur Verfügung haben. Das bedeutet eine bessere Verteilung von vernünftig bezahlter Erwerbsarbeit für Väter und für Mütter. Dabei hilft das Betreuungsgeld wohl kaum. Höchstens wenn eine Tagesmutter oder ein Tagesvater mit dem Geld finanziert wird.

Unter den gegenwärtigen Bedingungen setzt das Betreuungsgeld ein falsches Signal, denn es erweckt den Eindruck, es stelle eine Unterstützung dafür dar, auf einen Kita-Platz zu verzichten. Das heißt: Es ist besser fürs Kind, wenn die Mutter zuhause bleibt – mit allen Folgen für die eigene Erwerbsbiographie. Zum zweiten fehlen ohnehin Mittel für die dringend erforderliche Qualitätssteigerung in den Kitas für alle Kinder (über und unter Drei) sowie für eine Absenkung der Elternbeträge. Eine wirklich gute Kita-Betreuung wäre für die Entwicklung von Kindern eher förderlich. Und: es ist ungerecht, dass leer ausgeht, wer ALG II bezieht. Vor diesem Hintergrund liegt der Verdacht nahe, dass das Betreuungsgeld im Endeffekt vor allem eins darstellt: Ein wahltaktisch kalkuliertes Geschenk für relativ gut verdienende, konservative Elternpaare.

TEIL 3

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Kommentare von Lesern:

 
Wolfgang Wenger:
21.07.2015 11:55
Sogar Rattten kümmern sich um ihre Jungen. Nur wir wollen dafür bezahlt werden. Krass
  unmöglicher Beitrag? Bitte melden!
Mathisa Nussbaum, Bitburg:
15.04.2015 08:40
Sher richtig! Sehe das genau so!
Claudia Sckaer, Kleinblittersdorf:
05.08.2013 18:47
Ich sehe das auch so.
Mit dem Artikel irgendwie anstellen gegen den Artikel Jetzt aber schnell auf den Arbeitsmarkt mit dir!
utta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums in Berlin für Sozialforschung hat in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ ausgeführt, wie ihrer Meinung nach eine Reformierung auf dem Arbeitsmarkt aussehen müsste.

http://frau2000plus.net/?p=289

Gruß
HMR, Kirchheim-Teck:
13.06.2012 11:57

Das Problem ist nicht für oder dagegen...

Das Problem ist daß trotz dessen daß die Frauen "frei" sein wollen zum großen Teil wollen daß sie zu Hause bleiben und der Mann arbeitet.
Das liegt sehr am System: Frauen werden gefördert, Männer nicht.

Ich habe 3 Kinder und war 3x für 2 Monate zu Hause. Es hat geklappt aber es war sehr schwierig frei zu bekommen, als Mann. Als Frau ist das automatisch, organisiert, geplant, vorbereitet. Als Mann muß man alles 100x überprüfen lassen, sich anhören lassen daß mann das doch nicht macht und und und... diese ganzen "Beratungen und Vorschläge" bekommt mann von Frauen!
Dann ist auch der Arbeitsplatz NICHT gesichert, die Arbeit ja aber nicht der Arbeitsplatz!
Bei Frauen ist genau der vorherige Arbeitsplatz gesichert.
So haben schon viele Männer darauf verzichtet.
Bei dem Betreuungsgeld geht es darum daß "etwas" mehr Geld in der Kasse ist damit mehr für das Kind gemacht werden kann, in der Familie und nicht daß es abgeschoben wird.
Davon mal ganz abgesehen daß es KEINE Plätze gibt, nicht einmal genügend Kindergartenplätze ab 3 Jahren gibt es.
Unsere damals nocht nicht geborene Tochter mußten wir anmelden damit sie in 3,5 Jahren einen Kindergartenplatz bekommt!
Erst sollte mal das System geprüft werden dann sollten (gescheite) Vorschläge gemacht werden, von Leuten die nicht 15000€ im Monat verdienen und die nicht bevorzugt werden. Dann könnte das System funktionieren.

mfg.

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Jens Janson

Jens Janson

Jens Janson, Projekt „väter:aktiv – Evangelisches VäterForum“, Referent der Männerarbeit der EKD
www.vaeteraktiv-forum.de

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