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Depression nach der Geburt

Depression nach der Geburt auch für Väter
Bild: d+d@photocase.com

Fast ein Drittel der Mütter leidet nach der Geburt unter Depressionen, das ist bekannt. Doch auch bis zu 25 % der Väter sind betroffen, so eine Meta-Studie aus den USA.
Erhöhte Reizbarkeit, Erschöpfung, Trauer und zwiespältige, teilweise negative Emotionen dem Kind gegenüber - das sind die typischen Symptome einer Depression nach der Geburt. Halten sie länger als nur ein paar Tage an, spricht man von einer postpartalen Depression. Gut 30 % der Mütter leiden unter dieser Krankheit und benötigen professionelle Hilfe. Doch auch Väter sind stärker betroffen, als man gemeinhin glaubt.
James Paulson und Sharnail Bazemore von der Eastern Virginia Medical School haben die Daten aus 43 internationalen Studien aus den Jahren 1980 bis 2009 mit über 28.000 männlichen Teilnehmern ausgewertet. Durchschnittlich zehn Prozent der befragten Väter litten während der Schwangerschaft und des ersten Jahres nach der Geburt unter Depressionen. Normalerweise liegt der Durchschnitt bei den Männern bei fünf Prozent.

Das Glück der ersten Monate



Am geringsten ist die Depressionsrate in den ersten drei Monaten nach der Geburt: 7,7 Prozent. Fast 25 Prozent beträgt die Rate allerdings zwischen dem dritten und sechsten Monat nach der Geburt. Warum das so ist, darauf konnten die Forscher bislang keine Antwort finden. Allerdings treten deutliche regionale Unterschiede auf: Im internationalen Durchschnitt liegt die Depressionsrate von Vätern nach der Geburt bei acht Prozent, in den USA allerdings bei 25 Prozent. Auch hier konnte noch keine Ursache nachgewiesen werden.

Für die Kinder bedeutet eine Depression der Eltern ein hohes Risiko: Sie zeigen im Durchschnitt eine geringere Sozialkompetenz, eine höhere Anzahl von ihnen neigt zu auffälligem Verhalten. Sind sie erwachsen, ist die Gefahr, selbst depressiv zu werden, ebenfalls erhöht. Auch Angststörungen, Alkohol- und Drogenmissbrauch findet sich bei Kindern depressiver Eltern häufiger.

Paulson und Kollegen sehen einen direkten Zusammenhang zwischen einer mütterlichen depressiven Erkrankung und einer väterlichen. Daher sei es notwendig, die gesamte Familie in die Behandlung mit einzubeziehen.

Ralf Ruhl

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Kommentare von Lesern:

 
Beatrice kraemer:
10.08.2014 23:57
Was fuer eine Untugend, die Quelle nicht umfassend anzugeben.
  unmöglicher Beitrag? Bitte melden!
Gerd, Norddeutschland:
08.06.2010 06:09
Ein wesentlicher Grund für Depressionen ist Schlafentzug/Schlaflosigkeit. Und wer dann halt kindbedingt monatelang nicht richtig geschlafen hat, hat damit natürlich auch eine gute Chance, Depressionen zu bekommen.

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