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Activity-Center fürs Baby selber bauen


Bild: Volker Wollny

Ein Activity-Center ist ein Gestell, an dem man verschiedene Spielzeuge fürs Baby aufhängt, sodass es sie auf dem Rücken liegend erreichen kann. Das hier gezeigte Modell ist einfach nachzubauen. Die Spielzeuge hängt man mit einer Schnur an der Querstange auf.

Die Hölzer zurichten



Als Material dienen gehobelte Rahmenschenkel 60x60 mm aus Fichte und für die Querstange ein 30er Rundstab Achten Sie beim Einkauf darauf, dass Sie einen wirklich geraden Rahmenschenkel 60x60 von drei Meter Länge auswählen. Wenn Sie keine Kappsäge besitzen, mit der man Hölzer präzise rechtwinklig schneiden kann, lassen Sie sich die Teile nach den Abbildungen 1 bis 3 von einem Schreiner oder vom Zuschnittservice des Baumarkts zurichten.

Die Breite des Activity-Centers ist mit 60 cm auf ein Kinderbett für 60 cm breite Matratzen ausgelegt. Am besten messen Sie das Innenmaß des betreffenden Bettchens und passen die Breite an. Dazu brauchen Sie lediglich die Länge des Querholzes aus Abbildung 1 und die des Rundstabes aus Abbildung 4 zu ändern.

Der Rundstab für die Querstange soll auf den Außenseiten ebenfalls sauber bündig abschließen, jedoch kann man ihn auch eine Idee länger machen und nach der Montage an beiden Seiten beischleifen. Die Rundungen mit Radius 10 mm an den Kanten der Hölzer bringen Sie jetzt noch nicht an, sondern erst, wenn das ganze Activity-Center zusammengebaut ist.

Bild: Volker Wollny

Die Bohrungen



Wenn die Hölzer abgelängt sind, bringen Sie die Bohrungen für die Verbindung an. An jeder Stoßstelle sind zwei Holz- oder Spanplattenschrauben 8 x 100 und zwei Dübel mit 10 oder 12 mm Durchmesser vorgesehen. Die Schrauben werden versenkt und mit Stopfen verdeckt. Die großen Verrundungen an den Ständern (Abb. 3) reißen Sie mit einem Zirkel an, wenn Sie die Bohrungen für die Querstange angerissen haben - und zwar vor dem Bohren.

Da die Schrauben später mit Stopfen versteckt werden sollen, müssen die Bohrungen dafür als Stufenbohrungen ausgeführt werden. Der kleine Durchmesser beträgt 8,5 oder 9 mm, da die Teile mit Spanplattenschrauben 8x80 verbunden werden sollen. Der größere Durchmesser richtet sich nach den Stopfen, die Sie haben.

Am besten sind Stopfen, die mit einem Hohlbohrer quer zur Faser des Holzes ausgebohrt wurden. Am allerbesten solche, die man sich selbst aus Abfallstücken des verwendeten Holzes bohrt, aber der dazu erforderliche Hohlbohrer ist nicht billig. Notfalls kann man die Stopfen auch aus Rundstäben machen. Das hat den Nachteil, dass man an den versteckten Schraubenlöchern Hirnholz statt Langholz sieht. Außerdem saugt dieses Hirnholz beim Firnissen des fertigen Werkstückes das Öl stärker auf, sodass die Schraubenlöcher als dunklere Punkte zu sehen sind. Das kann sogar gut aussehen, wenn die Schraubenlöcher exakt verteilt sind, sodass sie ein regelmäßiges Bild ergeben.

Bild: Volker Wollny

Schrauben versenken



Wenn man in Holz Stufenbohrungen herstellt, bohrt man den größeren Durchmesser zuerst. Holzbohrer zentrieren sich mit der Bohrerspitze. Wenn man man versucht, ein kleineres Loch mit einem größeren Bohrer aufzubohren, findet dieser keinen Halt. Bohren Sie also zunächst mit dem Bohrer für die Stopfen etwa einen Zentimeter tief und dann mit dem 8,5er oder 9er Bohrer vollends durch.

Achten Sie darauf, dass sie die Schrauben so tief versenken, dass sei nicht wieder zum Vorschein kommen, wenn Sie die Kanten verrunden. Die Oberfläche des Schraubenkopfes muss also jeweils mehr als 10, besser gute 12 mm tiefer liegen als die Werkstückoberfläche. Die beiden anderen Bohrungen bohren sie mit Durchmesser 10 oder 12, je nach Durchmesser der Rundstäbe, die Sie als Dübel verwenden wollen. Damit die Bohrungen winklig sitzen, sollten sie eine Tisch- oder Ständerbohrmaschine oder wenigstens eine Handbohrmaschine im Bohrständer verwenden.

Die 30er Bohrungen in den Ständern (Abb. 3) bringen Sie mit einem 30er Forstnerbohrer an. Die großen Verrundungen an den Enden der Ständer können Sie im Gegensatz zu den Kantenverrundungen bereits jetzt herstellen. Am besten spannen Sie die beiden Teile zusammen und bearbeiten sie miteinander.
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Materialliste

  • 1 Rahmenschenkel gehobelt 60x60 mm 3 m lang für Füße, Querholz und Ständer
  • Rundstab 30 mm Durchmesser, 600 mm lang für Querstange
  • ca. 1 lfd. m Rundstab 10 mm Durchmesser für Dübel
  • 8 Stück Holz- oder Spanplattenschrauben 8x100mm
  • Pfropfen zum Verblenden der Schraubenlöcher

Benötigte Werkzeuge

  • Kapp- oder Präzisionsgehrungssäge (nur, wenn man sich die Hölzer nicht zurichten lässt)
  • Surformhobel (siehe Bauanleitung für die Wiege) und/oder Raspel
  • Bohrmaschine: mit einem Bohrständer oder einer Tischbohrmaschine bohrt es sich leichter winklig, dafür kann man mit der Handbohrmaschine auch Löcher bohren, die weit von den Werkstückkanten entfernt sind.
  • Bohrer 8,5 oder 9 mm
  • Bohrer passend zum Durchmesser der Stopfen
  • 30er Forstnerbohrer
  • Schleifpapier 60er, 150er und 300er
  • Schleifklotz
  • Handsäge bzw. flacher Stechbeitel zum Beisägen bzw. Beistemmen der Stopfen
  • Maßstab
  • Stechzirkel (siehe Bauanleitung für die Wiege)
  • Anschlag- oder notfalls Flachwinkel (siehe Bauanleitung für die Wiege)
  • Bleistift
  • Lineal

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