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fischertechnik Discovery Set im Vater-Sohn-Test


fischertechnik Discovery Set im Vater-Sohn-TestBild: väterzeit.de

Für väterzeit.de testeten Volker und sein Sohn Frederik den neuen fischertechnik Baukasten TXT Discovery Set. Er kam im Dezember 2014 auf den Markt. Im Gespräch mit väterzeit.de erzählen sie von ihren Eindrücken.

Das Testteam

Frederik: Vor über zwei Jahren haben wir schon mal zwei Fischertechnik-Kästen getestet. Jetzt wurden wir gefragt, ob wir nicht den neuen TXT Discovery Set Kasten ausprobieren wollen. Ich hab mich total gefreut! Mit Robotern und Programmierung hab ich noch nie was gemacht vorher.

Volker: Ich bin Fischertechnik-Fan, seit ich so alt bin wie Frederik jetzt. Die großen Kästen habe ich aber nie bekommen als Kind, das hole ich jetzt gern nach (lacht)! Mit Frederik macht es viel Spaß, er baut allerdings viel mehr als ich - er hat eben noch mehr Zeit dafür.


Auspacken des Fischertechnik TXT Discovery SetBild: väterzeit.de

Erstes Öffnen

Frederik: Die Einzelteile sind in Plastiktüten verpackt. Ich verstehe aber nicht richtig, ob es wichtig ist in welcher Tüte ein Teil ist. Ich hab sie erstmal alle nach Farben sortiert und dann auf dem Tisch aufgebaut damit man sehen kann was alles in dem Kasten ist. Da waren schon super Teile dabei, eine schwarze Box mit ganz vielen Anschlüssen, die Controller heißt und zwei große Motoren.

Volker: Und eine Kamera mit USB-Anschluss, die erstaunlich gute Bilder liefert! Leider fehlte der dritte Motor und eine kleine Leuchtdiode, die hat Frederik dann gleich bei Fischertechnik nachbestellt. Zwei Tage später waren die fehlenden Teile da. Es gab eine gut bebilderte Anleitung, so dass Frederik gleich losbauen konnte. Vorher haben wir noch die Stecker an die Kabel montiert, das konnte Frederik eigentlich auch allein schon machen.

Frederik: Das Kabel ist auf einer Rolle aufgewickelt und muss in einzelne, unterschiedlich lange, Stücke geschnitten werden. Wenn auf den Kabel markiert wäre, wo es geschnitten werden soll, wär’s noch einfacher.

Volker: Für das Programmieren muss die mitgelieferte Software auf einen PC installiert werden. Mein Mac funktioniert leider nicht. Ich hatte aber noch einen alten PC rumstehen, kein Problem also.

Ich brauchte allerdings einen kompletten Abend um zu begreifen, wo ich welche Informationen und Hinweise finde. Denn die gedruckte Anleitung beschreibt nur den Bau der Modelle. Die Installation und Programmierung sind in mehreren Dokumenten beschrieben, die zum Teil zur Programmoberfläche selbst gehören, zum Teil extra auf der DVD drauf sind. Hier wäre es gut, wenn es einen kurzen gedruckten Hinweis im Kasten geben würde, welche Anleitungen es gibt und wo sie sich befinden. Als ich das verstanden hatte, ging alles ganz schnell.
Kameramann aus dem Fischertechnik TXT Discovery SetBild: väterzeit.de

Das erste Modell

Frederik: Das erste Modell war ein Ventilator. Den hatte ich in zwei Minuten zusammengebaut. Volker hat länger gebraucht, bis er den Computer soweit hatte, dass es losgehen konnte.

Volker: Die Modelle sind so erdacht, dass man, wenn man eins nach dem anderen baut, das Programmieren nebenbei mitlernt. Weil ich aber nicht so lange warten wollte, bis ich es selbst hinbekomme, habe ich als erstes das mitgelieferte Programm geladen. Das funktioniert so, dass es vom PC auf den Controller gespielt wird und dort im Speicher bleibt. Dann kann der Controller auch ohne PC Anbindung das Programm ausführen.

Das Programmieren geht sehr einfach, indem einzelne Schaltsymbole auf einer Arbeitsfläche aneinander gereiht werden. Programmcode muss man nicht schreiben. Es war aber gut, erst mal in einem der fertigen Programme zu sehen, wie es geht.

Frederik: Der Ventilator ging an, wenn man einmal auf einen Schalter gedrückt hat. Beim zweiten Mal drücken ging er aus. Volker hat es mir dann am PC gezeigt wie das Programm aussieht und in welchen Schritten es funktioniert. Ich hab dann gleich an das Modell eine Lampe angebaut, die auch geleuchtet hat, wenn der Ventilator lief. Und die so programmiert, dass sie nach 4 Sekunden von selbst wieder ausging. Das war ganz leicht!

Volker: Das hat mich wirklich fasziniert, wie leicht Frederik das Programmieren verstanden hat. Am Anfang haben wir kurz besprochen in welcher Reihenfolge was passieren muss, dann konnte er schon loslegen. Die verschiedenen Symbole, die hier aneinander gereiht werden müssen, machen es sehr leicht.

Frederik: Das hat voll Spaß gemacht! Ich hab mir dann gleich noch ein anderes Modell ausgedacht, wo ein Fließband mit einer Lichtschranke gestartet und gestoppt wird. Und in der Mitte gibt es eine Schweißstation, wo eine Lampe unterschiedlich hell scheint, als ob da geschweißt wird.

Volker: (lacht) Da war ich dann echt froh, dass ich die Software auf dem alten PC installiert hatte und nicht auf meinem Rechner. Frederik war stundenlang nicht vom Rechner wegzubekommen und völlig versunken in seine selbst gestellten Aufgaben. Ich hatte ja vorher so meine Zweifel, ob das Programmieren wirklich schon etwas für 10jährige ist, aber eigentlich musste ich nur beim Installieren helfen.

Frederik: Ich wollte dann auch noch mal ein kompliziertes Modell bauen. Ich habe mir einen Roboter ausgesucht, der Fußball spielen kann. Das Bauen des Modells hat schon etwas länger gedauert.

Volker: Das Modell reagiert auf Handbewegungen, die die Kamera registriert. So kann Frederik den Roboter steuern und zum "Fußball", einen Tischtennisball, fahren. Sobald eine Lichtschranke unterbrochen wird, merkt der Roboter dass der Ball da ist und schießt ihn nach vorne.

Frederik: Also die Kamera ist auf mich gerichtet. Wenn ich rechts winke, fährt der Roboter nach rechts, oben winken heißt er fährt nach oben. Die Kamera merkt wo grade eine Bewegung gemacht wird und das gibt sie an den Roboter weiter. Man muss es aber etwas üben bis es gut funktioniert.

Volker: Bei diesem Modell ist das Programm sehr kompliziert. Wir haben wieder das mitgelieferte fertige Programm benutzt und nicht versucht, es erst selbst zu schreiben. Um das zu schaffen, müsste ich mich ziemlich lange mit der Programmierung beschäftigen. Da fehlt mir im Moment die Zeit und für Frederik ist das noch zu schwer. Aber es ist beeindruckend, was die Software alles ermöglicht.

Frederik: Ich will als nächstes mein Fließband so programmieren, dass es farbige Steine sortieren kann.

Volker: Wir haben uns fast drei ganze Wochenendtage mit dem Kasten beschäftigt. Und ich habe das Gefühl, das wir noch ganz am Anfang sind und noch gar nicht alle Möglichkeiten kennen gelernt haben. Da ist so viel möglich, das hätte ich nie gedacht!
Es reizt sehr, selbst Modelle auszudenken und zu programmieren. Wir haben z.B. auch ein Garagentor gebaut, das auf Knopfdruck auf und zu geht. Frederik hat das Programm nach und nach so weiterentwickelt, dass beim Öffnen, Schließen und bei geschlossenem Tor eine rote Ampel vor dem Tor leuchtet. Und nur, wenn das Tor offen ist, wird sie grün. Innen in der Garage hat er eine Lampe angebaut, die nach dem Schließen des Garagentors selbstständig ausdimmt.
Testurteil

Frederik: Das ist ein super Kasten! Ich finde die Anleitung gut beschrieben und die Modelle sind auch gut. Am besten finde ich, dass man auch eigene Modelle ausdenken und programmieren kann!

Volker: Ich bin sehr gespannt, wie viel wir mit dem Kasten noch spielen werden. Im Moment bin ich sehr begeistert, am Anfang war ich etwas skeptisch. Ich freue mich, wie gut der TXT Discovery Set auch bei Frederik ankommt. Der wird sicher noch viel damit spielen und wenn ich den nächsten Urlaub habe werde ich mich weiter mit der Programmierung beschäftigen.
Ich glaube, dass Kinder unter 12 sicher etwas Hilfe brauchen um sich in die Programmierung einzuarbeiten. Mit Hilfe können sie es aber wirklich schnell lernen. Ich freue mich immer über Spielsachen, die mir und meinem Sohn gemeinsam Spaß machen. Dieser Fischertechnik-Kasten gehört definitiv dazu!

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