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12.08.2013 22. Woche
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Leben wie die Ritter

Sommer, Sonne, Ritterburg – ein unvergleichlicher Urlaub.
Autofreier Urlaub

Der Urlaub auf der Burg ist ein Traum. Jeden Tag stehen wir auf und fühlen wie einer anderen Welt. Um uns herum stehen mittelalterliche Mauern. Es fehlt nur noch das Klappern der Pferdehufe und das Klirren der Ritterrüstungen und der Schwerter. Ritter gibt es immerhin. Nur das sie erst fünf Jahre alt und die Rüstungen aus Pappe sind. Die Kinder haben ihren Spaß. Den ganzen Tag herrscht Action. Das Übernachten in einer Jugendherberge ist für uns neu. Wir schlafen in Etagenbetten. Frühstück und Abendessen gibt es vom Büfett. Für unsere Wanderungen bekommen wir Lunchpakte, die wir durch selbst geschmierte Brötchen ergänzen. Wir können uns ganz auf unsere Ausflüge konzentrieren. Es ist ein Urlaub, den wir als ganze Familie genießen, weil wir den ganzen Tag miteinander verbringen. Die Kinder gehen mit uns ins Bett, wenn die Sonne untergeht. Anders geht auch gar nicht, weil der Burghof bis in den späten Abend von Kindern bevölkert ist. Dafür können wir uns mit dem Frühstück auch bis 9:30 Uhr Zeit lassen.

Die Kinder können sich auf der Burg frei bewegen. Schwierig sind manchmal die Türen, weil ihre Kraft nicht reicht, diese zu öffnen.Es gibt keine Autos. Die Räumlichkeiten sind übersichtlich. Natürlich sind wir als Eltern immer mit einem Auge bei den Kindern. Aber die Kinder können auch langsam Vertrauen und Verantwortung lernen.

Versprochen ist versprochen!

Im Urlaub haben wir mehrmals darüber gesprochen, dass man die eigenen Versprechen halten muss. Dabei habe ich gemerkt wie wichtig es ist, den Kindern nur dann ein Angebot zu machen, wenn man dieses auch halten können. Es gab einen Trampelpfad, der sehr steil den Berg hinauf führte. Meine eigene Neugierde hat mich dazu gebracht, den Zwillingen diesen zu zeigen. Einige Tage später haben sie mich natürlich darauf angesprochen. Sie wollten unbedingt diesen Trampelpfad hinauf. Wir waren in Eile und hatten außerdem Gepäck dabei. Ich konnte mein Versprechen nicht halten. „Papa muss aber auch mal seine Versprechen halten. Wir warten schon so lange darauf.“ Der Vorwurf traf mich mit voller Breitseite.

Vertrauen kann nur dann wachsen, wenn beide Seiten sich an die Absprachen halten. Urlaub ist r eine gute Möglichkeit, um so etwas zu üben. Im Rückblick muss ich feststellen, dass wir uns als Familie hier einen riesigen Schritt gemacht haben.

Neue Freunde

Im Rückblick kann ich nur sagen, dass wir jederzeit wieder gerne in einer Jugendherberge übernachten. Unabhängig von der Umgebung haben sich die Erwachsenen und die Kinder sehr gut verstanden. Ich habe so viele Freunde kennengelernt, dass ich es heute kam glauben kann. Viele der Gäste kamen aus dem USA, Großbritannien oder Japan. Wir haben eine Familie aus den USA kennen gelernt, die aber in Mosambik wohnt. Sie leben dort ohne Strom und laden über eine Solarzelle eine Batterie für das Licht auf. Ich war sehr beeindruckt. Denn wir leben hier in Deutschland doch unter anderen Verhältnissen. Vor allem meine Frau hat es genossen, Englisch zu sprechen.

Nun kommt der Alltag langsam wieder auf uns zu. Ich glaube, dass es eine sehr schöne Woche wird. Denn ich kann unser Umzugschaos etwas beseitigen. Außerdem freue ich mich darauf, wieder arbeiten zu dürfen. Für den Gesprächskreis mit den Senioren habe ich Material gesammelt, das ich heute in dem Kreis vorstellen möchte. In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern eine schöne Woche.

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Tagebuch Stefan

Stefan
Alter: 40
Wohnort: Dortmund
Beruf: Hausmann
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder (5)
Geburtstag Kind:
Letzter Eintrag: 24.04.2015

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