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04.12.2013 38. Woche
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Advent, Infekt und andere Kleinigkeiten

Die Adventszeit hat begonnen. Beschaulich, mit Fußball, Weihnachtsbaum und Aidshilfe.
Liebe Leser,
als Eltern muss man immer flexibel sein. Manchmal habe ich das Gefühl, dass eine langfristige Lösung überhaupt nicht möglich ist. Da gibt es Termine und Veranstaltungen, die wir gerne mit den Kinder besuchen möchten. Doch Krankheiten oder die Null-Bock-Stimmung der Kinder macht uns manchmal einfach einen Strich durch die Rechnung. Diese Woche habe ich erlebt, dass genau dieses zum Alltag mit Kinder dazu gehört. Genauso stressig ist aber auch, wenn die Kinder einen Vorschlag für den weiteren Tag haben. Dieser muss dann direkt und sofort umgesetzt werden. Gerade bei letzterem fühle ich mich wie ein Gummimännchen, dass durch die Ansprüche des Alltags und denen meiner Familie in zwei Richtungen gezogen wird. Um so interessanter ist aber auch, dass meist beides unter einen Hut passt, wenn alle an einem Strang ziehen. Das ist einfach auch ein Stück Familienalltag.

Mein Beitrag zum Familieneinkommen

Am Wochenende hatte ich die ersten Anzeigen in der Zeitung geschaltet. Ich habe erst einmal in den Anzeigenblättern in Dortmund und Umgebung inseriert. Leider hat sich nur ein Ehepaar gemeldet, das ernsthaft Interesse zeigt. Mein Problem ist, dass meine Aufgaben in der Familie wesentlich wichtiger sind. Gleichzeitig möchte ich aber auch etwas zum Einkommen der Familie beitragen. Das ist aber wirklich nicht einfach. So habe ich die Möglichkeit, im Januar an einer Zählung von Fahrgästen im öffentlichen Nahverkehr teilzunehmen. Ich kenne diese Tätigkeit bereits. Sie ist recht einfach und lässt sich gut in den Alltag integrieren. Doch das Unternehmen zahlt nur 11€ die Stunde und setzt einen Gewerbeschein voraus. Doch als gewerbliche Tätigkeit ist dieser Stundenlohn einfach zu gering. Dazu kommt, dass die fünfstündige Informationsveranstaltung in Duisburg stattfindet. Damit ist dies für mich nicht mehr interessant.

Virenbefall

Letzte Woche hatte Valérie einen grippalen Infekt. Sie hatte einen Tag Fieber und fühlte sich dann etwas schlapp. Sie klagte über Fieber, Hals- und Bauchschmerzen. Die Kinderärztin prophezeite uns, dass Claire sicherlich in den folgenden Tagen den gleichen Infekt bekommen würde. Genauso geschah es. Am Dienstag wurde ich vom Kindergarten angerufen, weil Claire Fieber hatte. Den Besuch beim Kinderarzt hätten wir uns sparen können, denn sie hatte die gleichen Symptome wie ihre Zwillingsschwester. Das Fieber dauerte genau wie bei dieser einen Tag und danach war sie wieder gesund. Ich habe gestaunt, wie ähnlich die beiden doch so sind. Die meisten Infektionen bekommen sie mit einer Woche Abstand. Warum kann ich nicht erklären. Aber in den letzten sechs Jahren gab es nur zwei Krankheiten, die nur eine hatte. Ansonsten waren die Diagnosen immer gleich. Es sind halt eineiige Zwillinge.

Elfmeter!

Bis jetzt war Fußball bei Valérie immer beliebt. Doch dieses Wochenende hat sie zum ersten Mal darüber geklagt, dass sie wegen der Spiele am Wochenende nie ausschlafen darf. Diese sind meistens am Samstag Morgen. Die gleiche Zeit ist am Sonntag durch den Gottesdienst belegt. Doch das Freundschaftsspiel hat sie genossen. Beide Mädchen haben auf dem Platz alles gegeben. So war es auch nicht so schlimm, dass wir das Spiel verloren haben. Im Anschluss gab es noch ein Elfmeterschießen, das wir eindeutig gewonnen haben.

Weihnachtsbaum, Weihnachtsmarkt, Weihnachtsdorf

Eine große Diskussion gab es um unseren Besuch des Dortmunder Weihnachtsmarktes. Die Kinder haben sich bereits mit mir das ein oder andere Karussell besucht. Die Stände und Buden, die gebrannten Mandeln und die besondere Stimmung war den Kindern schon bekannt. Am Sonntag war auch noch verkaufsoffener Sonntag in der Innenstadt. Trotzdem haben wir uns aufgemacht, die weihnachtliche Stimmung dort zu genießen. Zwischen den Ständen herrschte ein Geschiebe und Gedränge, doch ist das für eine solchen adventliche Veranstaltung ja nichts ungewöhnliches.

Dortmund hat nicht nur den größten Weihnachtsbaum Deutschlands, es gibt ebenfalls einen Weihnachtsdorf, das sich bei Kindern größter Beliebtheit erfreut. Normalerweise muss man den Besuch dort bereits im Sommer anmelden, doch in den letzten Monaten bei hohen Temperaturen und strahlender Sonne haben wir nicht daran gedacht, Plätze zu reservieren. Um so erstaunter waren wir, als uns ein Plakat verkündete, dass Kinder die Veranstaltung auch ohne Anmeldung besuchen dürfen. Wir waren überglücklich. Die Kinder durften einen Karton gestalten, der anschließend mit Keksen gefüllt wurde, die die Kinder selber gebacken haben. Ganz stolz haben sie dann ihr Werk zum Auto getragen.

Kuscheltiere für die Aids-Stiftung

Am Sonntag war der erste Advent und gleichzeitig Weltaidstag. Bereits letztes Jahr hatte die Aidshilfe auf dem Weihnachtsmarkt einen Stand. Dort gibt kleine Plüschbären, die gegen ein Lösegeld freigekauft werden können. Bereits letztes Jahr sind zwei von diesen Bären bei eingezogen. So war dieser Stand für mich dieses Jahr auch die erste Anlaufstelle. Bereits vor einer Woche habe überprüft, welche Kuscheltiere angeboten werden. Die Entscheidung war schnell gefallen und die Bären ausgesucht. Durch den Kauf kann ich die Ziele dieser Organisation unterstützen und gleichzeitig noch eine schöne Erinnerung mitnehmen.


Liebe User, das kalte Wetter hat uns immer mehr im Griff, meine Planung wird immer schwieriger. Deshalb kommt der Bericht der letzten Woche erst jetzt. Ich muss mich erst daran gewöhnen, dass ich meine Berichte besser planen muss. In diesem Sinne möchte ich mich an dieser Stelle verabschieden. Ich freue mich, nächste Woche wieder von mir zu berichten.

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Tagebuch Stefan

Stefan
Alter: 40
Wohnort: Dortmund
Beruf: Hausmann
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder (5)
Geburtstag Kind:
Letzter Eintrag: 24.04.2015

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