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16.09.2013 27. Woche
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U-Bahn zum Zahnarzt

Erst zum Zahnarzt, dann die Punkteliste nach dem Umzug abarbeiten – anstrengend und erfüllend.
Diese Woche sollte Claire zum Zahnarzt. Dass Valérie letzte Woche eine Füllung bekommen musste, hatte uns aufmerksam gemacht. Valérie hatte ausführlich über ihren Behandlung berichtet. Unsere zweite Tochter wusste also genau, was sie erwartete. Trotzdem war Claire doch etwas aufgeregt. Es war nicht nur die lustige Fahrt mit dem Zahnarztstuhl nach oben. Nein, da warteten dann alle mögliche Instrumente, die sie noch nicht kannte. Zum Glück hatte sie kein Loch. Doch der Zahnschmelz war an einer Stelle soweit abgenutzt, dass der Zahn mit einem Gel versiegelt wurde. Die Aufregung war groß, aber der kleine Ring, den Claire sich beim Zahnarzt aussuchen konnte, hat alles aufgewogen.

Vertrauen im Straßenverkehr

Ich beteilige die Kinder immer mehr an unserem Alltag. Viele Aktivitäten bereite ich vor. Ich überlege, wie wir zur Tanzschule oder zum Fußball kommen – Fahrräder, Roller oder U-Bahn. Es gibt viele Alternativen zum Auto. Im Straßenverkehr muss ich mich aber auch auf meine Töchter verlassen können, denn bei zwei Kindern kann ich nie bei beiden gleichzeitig sein. Im Alltag klappt es auch immer perfekt. Die Kinder vertrauen mir und wenn ich sie rufe, sind sie da. Doch diese Woche habe ich gelernt, dass Vertrauen und Verantwortung immer eine zweiseitige Beziehung ist und ich gegenüber den Kindern genauso in der Pflicht stehe. „Morgen fahren wir mit der U-Bahn. „Am Ende der Woche gehen wir noch einmal zu Karussell“. Nicht immer musste ich meine Versprechen halten. Jetzt erinnern sie mich an meine Aussagen. Unangenehm ist die Erinnerung, wenn die Zeit knapp ist, alle Sachen schon im Auto sind, gerade dann sagen die Kinder „Wir wollen aber mit der U-Bahn fahren.“ An dieser Stelle sind alle Einwände von meiner Seite zwecklos. Dann hilft es nur noch meine Zusagen zu halten.

Die häusliche Punkteliste

Ein weiterer Punkt, der mich im Alltag beschäftigt, ist das Aufräumen im Haus. Am Montag bin durch die einzelnen Zimmer und habe aufgeschrieben, welche Aufgaben ich erledigen muss. Es sind sechs Seiten geworden – eine Last, die ich jetzt langsam abtrage. Ich hoffe, dass ich mit etwas Organisation besser im Haus zurecht komme. Jeder Blick auf die Listen ist eine Qual, doch jeden Tag kann ich ein paar Punkte streichen.

Neben dem Stress erlauben wir uns aber immer wieder auch Erholungspausen. Jetzt sind wir schon das zweite Wochenende hintereinander unterwegs. Dieses Wochenende ging es mit Freunden auf einen Ferienbauernhof. Am Freitag Nachmittag haben wir die Autos gepackt und sind Richtung in Sauerland gefahren. Zwei Tage Pferde, Kühe, Hühner und jede Menge Spielmöglichkeiten. Es war ein Paradies für die Kinder. Aber auch die Erwachsenen konnten es nicht lassen, die Spielscheune genauso zu nutzen wie die Kinder.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir uns als Familie weiterhin diese Ruhezeiten am Wochenende erhalten.

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Tagebuch Stefan

Stefan
Alter: 40
Wohnort: Dortmund
Beruf: Hausmann
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder (5)
Geburtstag Kind:
Letzter Eintrag: 24.04.2015

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